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AirPort Express: Apple belebt Basisstation mit AirPlay 2 wieder

Mit einer unerwarteten Aktualisierung macht Apple den kompakten WLAN-Router mit Audiofunktion zu seinem neuen Streamingstandard kompatibel.

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Alt, aber für AirPlay 2 nicht zu alt: AirPort-Express-Basisstation.

(Bild: Apple)

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Besitzer der 2012 zuletzt aufgefrischten Apple-WLAN-Hardware AirPort Express sollten einen Blick in die Update-Kategorie im AirPort-Dienstprogramm werfen: Apple hat in der Nacht zum Mittwoch eine überraschende und äußerst praktische Aktualisierung für die Altgeräte veröffentlicht.

Mit der frisch publizierten Firmware 7.8 beherrscht die mit 802.11n-Technik funkende Mini-Basisstation plötzlich das neue AirPlay-2-Protokoll zur Audiowiedergabe. So kann man an das Gerät angeschlossene Audiokomponenten mit der Multiroom-Technik ansprechen, so wie es zuvor bereits mit Apples HomePod, Apple-TV-Geräten ab Generation 4 sowie entsprechend aktualisierter Audio-Hardware von Sonos, Denon und verschiedenen anderen Produzenten möglich war.

Das ist durchaus erstaunlich: Eigentlich wird die AirPort-Express-Basisstation von Apple gar nicht mehr offeriert. Seit April ist sie zusammen mit den größeren AirPort- und Time-Capsule-Modellen offiziell aus dem Angebot gestrichen und nur noch im Abverkauf zu haben. Apple zog sich komplett aus dem Geschäft mit WLAN-Routern zurück, das das Unternehmen anfangs entscheidend mitgeprägt hatte.

Dass es ein AirPlay-2-Update für AirPort Express geben konnte, hatte sich zuvor schon angedeutet: Erste Hinweise dazu tauchten im April im Rahmen von iOS-Betaversionen auf. Die Basisstation lässt sich, genauso wie HomePod & Co., über die Home-App auf dem iPhone für AirPlay 2 startklar machen.

AirPort- und Time-Capsule-Geräte sind von Apple zwar aus dem Programm genommen worden, einen Hardware-Support soll es allerdings noch eine ganze Weile – vermutlich mindestens fünf Jahre – geben. Software könnte ebenfalls noch aktualisiert werden, wie sich nun zeigt – normalerweise aber nur bei sicherheitsrelevanten Problemen.

Apples Aktion sorgte bereits am Mittwochabend für Bewegung im Gebrauchtmarkt und Grauhandel: Auf Plattformen wie eBay gingen die Preise für noch vorhandene Modelle nach oben. Im Heise-Preisvergleich (siehe unten) finden sich derzeit auch noch Verkäufer mit Neugeräten, wobei die Preise teils signifikant divergieren und Lieferzeiten unklar sind.

(bsc)