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Aktionärssammelklage gegen Erben von Steve Jobs

Apple hat mit Google, Intel und Adobe vier Jahre lang verbotene Absprachen zur Rekrutierung von Mitarbeitern getroffen. Ein Aktionär verklagt deshalb nun die Erben von Steve Jobs.

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Das US-Gerichtsverfahren, in dem es um illegale Absprachen über die Abwerbung von Mitarbeitern zwischen Apple, Google, Intel und Adobe geht, hat zu einer weiteren Klage geführt, die sich auch gegen die Erben von Steve Jobs richtet. Wie der britische Nachrichtensender Sky News meldet, hat ein Apple-Aktionär eine Sammelklage eingereicht, in der er Jobs unter anderem vorwirft, er habe die Bestimmungen der US-Börsenaufsicht und seine Treuepflicht als Firmenchef verletzt.

In dem Fall geht es um Absprachen zwischen den beteiligten IT-Unternehmen aus den Jahren 2005 bis 2009. Zum Teil auf Vorstandsebene hatten sich die Firmen verständigt, sich nicht gegenseitig Beschäftigte abzuwerben. Mitarbeiter hatten daraufhin geklagt und argumentierten, dies seien wettbewerbsfeindliche Absprachen gewesen, die ihnen die Aussicht auf höhere Einkommen verwehrt hätten.

Das iPhone ist das mittlerweile wohl bekannteste Apple-Produkt: Auch heute noch zehrt Apple von den Ideen des legendären Gründers Steve Jobs.

(Bild: dpa, John G. Mabanglo)

Dieser Sammelklage schlossen sich rund 64.000 Menschen an, sie forderten eine Summe von insgesamt drei Milliarden US-Dollar, von der die Firmen vermutlich mindestens 380 Millionen zahlen müssen. Das Verfahren dürfte mit einer außergerichtlichen Einigung enden.

Der Apple-Aktionär R. Andre Klein behauptet in seiner neuen Klage nun, Steve Jobs sei der Haupttäter hinter den Absprachen gewesen. Er habe "nur an Profite gedacht" und Apple dazu gebracht, kalifornisches und US-Recht zu brechen. Es ist derzeit unklar, was Klein, der im Namen aller Apple-Aktionäre auftreten will, von der Firma finanziell genau fordert. Neben den Jobs-Erben verklagte Klein auch Apple-Chef Tim Cook sowie die Mitglieder von Apples Verwaltungsrat. (bsc)