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Aluminium: Apple will Produktion ohne CO2-Ausstoß fördern

Ein neuer Prozess soll bei der Produktion des Metalls Sauerstoff statt klimaschädliches Kohlendioxid freisetzen. Apple unterstützt ein Joint Venture zweier Alu-Konzerne mit Geld und Technik.

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Aluminiumproduktion

Der neue Alu-Produktionsprozess soll Sauerstoff statt Kohlendioxid freisetzen.

(Bild: Apple)

Die Aluminium-Konzerne Alcoa und Rio Tinto wollen mit einer neuen Technik den Ausstoß von Kohlendioxid in der Produktion des Metalls stoppen. Bei dem Verfahren werde stattdessen Sauerstoff freigesetzt, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Sie gründeten ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Elysis, um das Verfahren zum Jahr 2024 für einen breiten Einsatz vorzubereiten.

Man habe die beiden Alu-Unternehmen zur Umsetzung dieses Projektes zusammengebracht, teilte Apple mit. 2015 hätten sich eigene Ingenieure auf die Suche nach einem klimafreundlicheren Verfahren zur Produktion des Metalls gemacht und dieses schließlich bei Alcoa gefunden. Der iPhone-Konzern, der große Mengen Aluminium für seine Produkte benötigt, will technische Unterstützung für Elysis leisten sowie Geld beisteuern.

Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem die beiden Aluminium-Riesen jeweils die Hälfte halten, wird in Montreal angesiedelt. Es soll das neue Material auch an andere Hersteller verkaufen. Die Unternehmen bringen neben Technik und Patenten umgerechnet rund 36 Mio Euro in Elysis ein, Kanada und die Provinz Quebec investieren umgerechnet jeweils knapp 40 Millionen Euro, von Apple kommen 8,6 Millionen Euro.

Bei der sogenannten Schmelzflusselektrolyse in der Aluminium-Produktion wird üblicherweise ein Kohlenstoffmaterial verwendet, das beim Verbrennen Treibhausgase freisetzt. Dieses Verfahren werde seit über 130 Jahren unverändert eingesetzt, merkt Apple an. Alcoa habe ein Verfahren entwickelt, in dem stattdessen ein neues leitfähiges Material zum Einsatz kommt und dadurch Sauerstoff freigesetzt werde. Falls dieser Prozess "komplett umgesetzt und implementiert" wird, besitze er das Potential den "direkten Ausstoß von Treibhausgas beim Schmelzprozess zu eliminieren". (Mit Material der dpa) / (lbe)