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Analyse: Einigung mit Qualcomm kostet Apple Milliarden

Der iPhone-Produzent hat gegenüber dem Mobilfunkchipkonzern klein beigegeben. Billig wird das nicht – doch wegen 5G blieb ihm keine Wahl, so ein Bankhaus.

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Qualcomm-Logo an einem Messestand.

(Bild: dpa, Andrej Sokolow)

Nach der außergerichtlichen Einigung von Apple und Qualcomm im Patent- und Lizenzstreit um iPhone- und Mobilfunktechnik sind viele Fragen offen geblieben. So haben sich die beiden Kontrahenten verpflichtet, keine finanziellen Details zu verraten. Bei Qualcomm, das von vielen Beobachtern als Sieger betrachtet wird, scheint man zu schweigen und zu genießen – und Apple sagt wie üblich keinen Mucks. Klar ist nur, dass es einen sechs Jahre andauernden Vertrag mit einer Option auf weitere zwei Jahre geben wird.

Analysten des Schweizer Bankhauses UBS haben nun jedoch aufgerechnet, wie teuer der Kompromiss zwischen den Streihähnen für Apple sein könnte. Der Mobilfunkexperte Timothy Arcuri geht davon aus, dass Apple selbst – beziehungsweise über seine Lieferanten – Lizenzzahlungen in Höhe von fünf bis sechs Milliarden US-Dollar geleistet hat.

Diese Summe soll jedoch nur für die vergangenen zwei Jahre stehen, in denen der Streit andauerte und Apple sich zu zahlen weigerte. Denn Qualcomm verdient auch sonst weiter gut am iPhone. Laut UBS stehen neben besagten Milliarden noch acht bis neun Dollar pro Apple-Smartphone auf der Einnahmneliste. Das wäre mehr Geld als zuvor – Apple soll aktuell knapp 7 Dollar 50 berappen.

Qualcomm gab bereits an, dass man mit einem Gewinnplus von 2 Dollar pro Aktie rechnet. Die Börse freute das mächtig, es ging teilweise um fast 40 Prozent nach oben für die Anteilsscheine des Chipherstellers.

Hintergrund der Einigung, die kurz nach dem Beginn des wohl wichtigsten Prozesses im Rahmen des Streits erreicht wurde, sollen Probleme Apples sein, an 5G-Modems zu kommen. Apples Baseband-Lieferant Intel hat sich aus dem Geschäft zurückgezogen, weshalb letztlich nur Qualcomm übrig blieb. Als möglich gilt allerdings auch, dass Samsung für bestimmte Märkte 5G-Komponenten liefert – allerdings wohl nicht für die wichtigen mmWave-Regionen.

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(bsc)