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Analyst: Teure iPhones machen Verkaufseinbruch wett

Der Prognose zufolge sinken die Verkäufe wegen geringer Nachfrage des iPhone XR um 20 Prozent. Hohe Preise würden den Rückgang aber ausgleichen.

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iPhone XR in drei Farben

Apples Einstiegspreis für ein aktuelles iPhone liegt derzeit bei knapp 850 Euro – für das iPhone XR.

(Bild: Apple)

Ein gut informierter Analyst hat seine iPhone-Verkaufsprognose für das erste Quartal 2019 deutlich nach unten korrigiert und stimmt damit in den Chor der Berichte über eine niedrigere Nachfrage der 2018er iPhones ein.

iPhone XR: Nachfrage angeblich geringer als erwartet

Aufgrund der "geringer als erwartet ausfallenden Nachfrage des iPhone XR" rechnet der für die Investmentbank TF International Securities tätige Analyst Ming-Chi Kuo statt ursprünglich mit 47 bis 52 Millionen ausgelieferten iPhones nun nur noch mit 38 bis 42 Millionen Stück im kommenden Geschäftsquartal – dies wären rund 20 Prozent weniger als Apple im Vergleichszeitraum des Vorjahres absetzen konnte.

Apples Erhörung der Produktionsaufträge für ältere iPhone-Modelle könne die Abnahme der Auslieferung bei den neuen Spitzenmodellen iPhone XR und XS nicht ausgleiche, schreibt der Experte weiter. Zuvor gab es bereits Berichte, dass Apple die Produktion des Vorjahresmodells iPhone X wieder aufgenommen hat. Kuo verfügt über gute Beziehungen zur Lieferkette des Konzerns – und konnte bereits zahlreiche zutreffende Detailvorhersagen zu Apple-Produktneuerungen treffen.

Analyst: Teurere iPhone-Preise machen Verkaufsrückgang wett

Die höheren Preise der neuen iPhones – sie kosten nun bis zu 1650 Euro für das Spitzenmodell – würden den Durchschnittspreis aber auf längere Sicht wachsen lassen, betont Kuo zugleich, das werde den erwarteten Rückgang bei den Verkäufen ausgleichen. Im Quartal mit der iPhone-XS-Einführung konnte Apple den Umsatz mit den Smartphones bereits um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern, die Verkaufszahlen bleiben zugleich unverändert.

Das erste Kalenderquartal – in das auch das chinesische Neujahrsfest fällt – ist gewöhnlich Apples zweitstärkstes iPhone-Quartal nach der mit dem Weihnachtsgeschäft zusammenfallenden Einführung neuer Modelle. 2018 verkaufte der Konzern in den ersten drei Monaten des Jahres 52 Millionen Smartphones. Beobachter sind künftig komplett auf Schätzungen angewiesen, Apple will nämlich keine konkreten Stückzahlen mehr nennen – die Ankündigung löste Anfang November eine Talfahrt der Aktie aus, sie fiel von über 220 Dollar auf derzeit 165 Dollar. (lbe)