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Analyst glaubt an massives Wachstum bei Apple Music – und wenig Gewinn

40 Millionen zahlende Abonnenten kann der Streamingdienst des iPhone-Herstellers bereits verbuchen. Ein Banker meint, dass er weiter stark zulegen wird. Allerdings bleibt die Erlösmarge klein.

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Streaming-Service Apple Music

Apple Music ist die klare Nummer zwei hinter Spotify im Streaming.Markt Markt mit 27 Millionen Abo-Kunden.

(Bild: dpa, Sebastian Kahnert)

Wenn die Vorhersage eines Börsenanalysten zutrifft, muss sich Spotify warm anziehen: Das Wachstum von Apple Music soll sich demnach beschleunigen. Wie Ben Schachter von Macquarie Capital in einem Bericht an Investoren schreibt, der dem Wall Street Journal vorliegt, wird der Streamingdienst in den kommenden drei Jahren jeweils um 40 Prozent wachsen. Erste Anzeichen dafür gibt es schon. So hat Apple Music kürzlich intern 40 Millionen zahlende Abonnenten gemeldet – ein Plus von 11 Prozent gegenüber der Zahl, die zwei Monate zuvor veröffentlicht wurde.

Spotify hatte laut eigenen Angaben Ende März 73 Millionen "Paid Subscribers" plus über 100 Million Nutzer seines werbefinanzierten Angebots – ein solches bietet Apple erst gar nicht an. Für ein Wachstum von Apple Music spricht auch ein deutliches Plus im Service-Geschäft Apples. Analysten glauben, dass dieses in diesem Jahr um mindestens 18 Prozent zulegen wird auf 8,3 Milliarden US-Dollar Umsatz.

So angenehm das Apple-Music-Wachstum – der Dienst ist erst seit 2015 verfügbar – auch ist, hochprofitabel sind Musikstreaming-Angebote nach wie vor nicht. Während Apple beim iPhone viel Geld allein über die Marge scheffelt, muss sich der Konzern bei Apple Music mit einer Handelsspanne von 15 Prozent zufriedengeben, wie Schachter schätzt. Diese liegt angeblich sogar niedriger als bei Spotify (24 Prozent laut offizieller Vorhersagen) – Apple hatte allerdings bereits klargemacht, dass man Künstlern mehr Einnahmen zukommen lassen möchte.

Das App-Geschäft bleibt für Apple deutlich attraktiver. Der Konzern lässt sich die Platzierung von Software in seinem App Store mit standardmäßig 30 Prozent Provision bezahlen. Die Marge soll – auch dank dem Boom bei In-App-Verkäufen – bei rund 90 Prozent liegen. Dennoch wird Apple seinen Musikdienst weiter pushen und ihn massiv durch Videoangebote ausbauen, wie bereits bekannt ist. (bsc)