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Analyst sieht Apples ARM-Prozessoren in künftigen Macs

Der meist gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo geht davon aus, dass Apple in ein bis zwei Jahren einen hauseigenen Prozessor der A-Serie in einer ersten Mac-Modellreihe einsetzt – statt eines Intel-Chips.

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Analyst sieht Apples ARM-Prozessoren in künftigen Macs

Der A8X arbeitet im iPad Air 2

(Bild: Apple-Präsentation)

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Eine alte Spekulation nimmt Fahrt auf: In ein bis zwei Jahren werde Apple einen Prozessor aus der ARM-basierten A-Reihe in einem ersten Mac-Modell anbieten, statt weiter auf Intel zu setzen – diese Prognose stammt aus einer neuen Investorenmitteilung des KGI-Analysten Ming-Chi Kuo, der in der Vergangenheit mehrfach zutreffende Vorabinformationen zu Apple-Produkten lieferte.

Ein hauseigener Prozessor würde Apple erlauben, die zeitliche Einführung neuer Macs besser bestimmen zu können sowie spezifische Produktfunktionen zu entwickeln, erklärte der Analyst – bislang ist der Konzern diesbezüglich stark von Intel abhängig. Um gut genug für einen Mac zu sein, müsse die Leistung von Apples A-Chipreihe aber zwischen Intels Atom und Core i3 liegen, so Kuo – der ARM-basierte Prozessor wäre anfangs also für eine weniger leistungshungrige Modellreihe wie das Macbook Air geeignet.

Der Einschätzung des Analysten zufolge wird Apples A9-Chip für das nächste iPhone überwiegend von Samsung gefertigt sowie auch Global Foundry. Die Produktion des anschließenden A10 geht hingegen komplett an TSMC, prognostiziert Kuo. Mit dem für das iPad gedachten A9X oder A10X könne Apple sich dann auch in einen ersten Mac wagen. Im dritten Quartal 2014 hatte das Unternehmen erstmals wieder mehr Umsatz mit seiner Mac-Sparte als dem iPad erzielt – Marktforscher erwarten für das Weihnachtsgeschäft einen neuen Rekord bei den Mac-Verkäufen.

Spekulationen über den Einsatz von hauseigenen A-Chips in Macs gibt es seit vielen Jahren, inzwischen hat Apple die Design-Bestrebungen deutlich ausgebaut: Bei dem A8X-Chip des iPad Air 2 legte der Konzern offenbar erstmals nicht nur beim Prozessor sondern auch bei der GPU selbst Hand an. Erfahrung mit dem Umstieg auf eine neue Prozessorarchitektur fehlt Apple nicht – zuletzt sorgte der Wechsel von PowerPC- auf Intel-Prozessoren für Aufregung, den Steve Jobs vor knapp 10 Jahren im Sommer 2005 ankündigte. Der erste Intel-Mac folgte schon Anfang 2006. (lbe)