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Analysten: App-Store-Monopolklage könnte Apple über Jahre belasten

Nutzer dürfen den iPhone-Konzern verklagen, weil er offenen Softwarevertrieb verbietet. Das Verfahren könnte die Apple-Aktie lange drücken, glauben Banker.

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Apples Softwareladen ist ein großer Gewinnbringer für den Konzern.

(Bild: dpa, Ritchie B. Tongo/EPA)

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Wie geht es weiter mit Apples Geschäftsmodell? Nachdem der iPhone-Verkauf weiterhin schwächelt, setzt Konzernchef Tim Cook verstärkt auf das Business mit den Services. Doch ein Urteil des Obersten Gerichtshofes der Vereinigten Staaten (U.S. Supreme Court) könnte dem Unternehmen einen Strich durch diese Rechnung machen: Damit werden Monopolklagen wegen Apples App-Store-Zwang unter iOS durch Nutzergruppen explizit erlaubt. Apple verdient bislang standardmäßig 30 Prozent Provision an kostenpflichtigen Anwendungen sowie digitalen Diensten, die über diese offeriert werden. Es ist ein äußerst lukratives Geschäft – doch das könnte nun bedroht sein.

Analysten des Bankhauses Morgan Stanley fürchten nun, dass dieses Damoklesschwert, das über dem Geschäftsbereich hängt, den Kurs der Apple-Aktie über einen unabsehbaren Zeitraum unter Druck setzen könnte. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Rechtsstreitigkeiten, die nun vermutlich folgen, Jahre benötigen, bis sie es durch das US-Gerichtssystem geschafft haben", heißt es in einem Bericht an Investoren. Von einem "regulativen / legislativen Überhang" der Anteilsscheine sprechen die Banker auch.

Es ist noch völlig unklar, wie die Sache ausgeht. Im besten Fall akzeptieren die US-Gerichte Apples Einschätzung, dass der Konzern keinen Einfluss auf die App-Store-Preise hat und mit dem Laden-Zwang auch kein Monopol hat – schließlich ist iOS im Gesamtmarkt signifikant hinter Googles Android. Schlimmstenfalls könnte Apple gezwungen werden, seine Plattform zu öffnen, was auch die Kläger vor dem U.S. Supreme Court wollen. Sie erhoffen sich eine Situation wie unter Android, wo Kunden sich aus unterschiedlichen Software-Läden bedienen können, beziehungsweise Apps auch problemlos – wenn sie Sicherheitsmaßnahmen abdrehen – händisch installieren können.

Apple hat in den vergangenen Jahren negative Erfahrungen mit dem US-Monopolrecht gemacht. So verlor der Konzern ein Wettbewerbsverfahren wegen des E-Book-Angebots iBooks – Apple soll sich mit Verlagen abgesprochen haben und musste 400 Millionen Dollar an Käufer ausschütten. Konkurrent Amazon ist bei elektronischen Büchern mittlerweile praktisch nicht mehr einzuholen.

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(bsc)