Analysten: Apple hält 70 Prozent der Umsätze bei komplett drahtlosen Ohrstöpseln

Fast 60 Millionen AirPods sollen im Jahr 2019 über die Ladentheke gegangen sein. Apple schöpft dabei das meiste Geld ab, heißt es von Marktforschern.

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AirPods Pro

Die AirPods Pro, hier zerlegt.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Im Segment der sogenannten Totally Wireless Headsets (TWS) macht Apple einnahmetechnisch offenbar niemand etwas vor. Das geht zumindest aus einer neuen Untersuchung von Strategy Analytics hervor, die den stark wachsenden Markt für das vergangene Jahr 2019 untersucht hat. TWS-Geräte, die mittels Bluetooth mit Smartphones, Tablets, Rechnern und anderen Geräten verbunden werden, untereinander aber keine Kabelverbindung mehr benötigen, wuchsen demnach im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 200 Prozent beim Umsatz.

Satte 71 Prozent der Gesamteinnahmen sollen in Apples Kasse gespült worden sein. Der Konzern hat mit AirPods und AirPods Pro zwei beliebte Produkte auf dem Markt. Sie werden vergleichsweise teuer verkauft, so werden für die ANC-Stöpsel AirPods Pro aktuell bei Apple 280 Euro fällig. Strategy Analytics schätzt, dass es dem Konzern dennoch gelang, 2019 fast 60 Millionen Geräte abzusetzen – tatsächlich sind die leicht erkennbaren weißen AirPods in vielen Großstädten der Welt kaum zu übersehen. Diese 60 Millionen Einheiten sollen wiederum 50 Prozent der globalen Auslieferungen in dem Segment ausmachen.

In einer Vorschau bis 2024 gehen die Marktforscher davon aus, dass Apple in dem Bereich weiter führend bleibt. In den kommenden fünf Jahren soll sich der TWS-Großhandelsumsatz auf 100 Milliarden US-Dollar erhöhen. Apple hat neben den AirPods über seine Tochterfirma Beats auch noch andere TWS-Geräte im Angebot. Die Powerbeats Pro sind für den Sporteinsatz optimiert, haben aber keine aktive Geräuschunterdrückung.

Strategy Analytics schätzt, dass Apple seinen Umsatz außerhalb des iPhone-Segments dank Beats-Produkten und AirPods weiterhin steigern können wird. Der Konzern sei der "unumstrittene Führer" im Bereich der Bluetooth-gestützten komplett drahtlosen Kopfhörer. Allerdings bestehe für andere Unternehmen die Chance, ihre eigene Nische im Segment zu finden. Auf Platz 2 und 3 beim Umsatz sollen laut den Analysten aktuell Samsung und Sony hinter Apple liegen. Danach folge gleich die Apple-Tochter Beats auf Rang 4. Andere Unternehmen wie Huawei, Xiaomi, Jabra, Bose oder JBL halte deutlich geringere Umsatzanteile.

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(bsc)