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Analysten rechnen mit verhaltenem Apple-Quartal

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Nach zwei Quartalen der Superlative erwarten Analysten von Apple wieder etwas weniger außergewöhnliche Zahlen. Ein Grund: Mehr Kunden schieben den Kauf eines neuen iPhone auf, weil sie für Herbst mit dem nächsten Modell rechnen. Laut unbestätigten Medienberichten soll die Produktion der sechsten iPhone-Generation in Asien bereits angelaufen sein. Das wertvollste Unternehmen der Welt legt seine neuen Zahlen am Dienstag nach US-Börsenschluss vor.

Das iPhone ist Apples wichtigstes Produkt und Geldbringer. Im Weihnachtsquartal schaffte der Konzern nach dem Start des iPhone 4S den bisher besten Absatz von 37 Millionen Geräten. Im Vierteljahr darauf waren es 35 Millionen, für das Ende Juni abgeschlossene dritte Geschäftsquartal rechnen Marktbeobachter mit einem weiteren Rückgang. So geht Andy Hargreaves, Analyst von Pacific Crest Securities, lediglich von 25,4 Millionen verkauften iPhones aus, wie er der Finanznachrichtenagentur Bloomberg sagte. Bei Morgan Stanley rechnet Katy Huberty mit einem Absatz von bis zu 31 Millionen Geräten.

Entsprechend abgebremst könnte auch das Wachstum bei Umsatz und Gewinn ausfallen. Von Bloomberg befragte Analysten erwarten im Jahresvergleich durchschnittlich ein Erlösplus von 31 Prozent auf 37,3 Milliarden Dollar und einen Gewinnsprung von 35 Prozent auf 9,86 Milliarden. Das wäre das langsamste Wachstum bei Apple seit zwei Jahren. Der iPhone-Hersteller selbst hatte zu Beginn des Quartals einen Umsatz von 34 Milliarden Dollar vorhergesagt – doch das Unternehmen ist bekannt dafür, eher tief zu stapeln. Vom Magazin Fortune befragte Analysten gaben Prognosen in einer riesigen Spanne zwischen 35 und über 46 Milliarden Dollar ab.

Schon im vergangenen Jahr hatte das Warten auf ein neues iPhone die Sommerzahlen von Apple belastet. Als das iPhone 4S dann in den Handel kam, sorgte die aufgestaute Nachfrage für Rekorde. Die aktuellen Ergebnisse könnten aber auch vom Interesse an dem neuen iPad-Modell gestützt werden.

In Deutschland wird Apple am Dienstag auch in dem Dauerstreit mit Samsung im Mittelpunkt stehen. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht will sein Urteil zu Apples Forderung nach einem bundesweiten Vertriebsverbot für Samsungs Tablet-Computer Galaxy Tab 10.1N und einen europaweiten Verkaufsstopp für das Modell 7.7 verkünden. Apple war nach seiner Niederlage vor dem Düsseldorfer Landgericht vor das Oberlandesgericht gezogen. (dpa) / (lbe)