Analystenschätzung: iTunes-Sparte wirft Milliardengewinn ab

Der einst als lediglich kostendeckend bezeichnete iTunes Store könnte inzwischen durch den Verkauf von Inhalten, Apps und Apples eigener Software für einen Jahresgewinn in Milliardenhöhe sorgen.

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Von
  • Leo Becker

Nach einer Schätzung des Analysten Horace Dediu steuert die iTunes-Sparte von Apple inzwischen rund 2 Milliarden Dollar zum Jahresgewinn bei. Die Sparte, deren Betrieb Apple in der Vergangenheit mehrfach als lediglich kostendeckend bezeichnete, umfasst mit dem iTunes Store und dem App Store die großen digitalen Inhalteangebote des Unternehmens – seit Januar 2013 rechnet Apple dazu auch die hauseigene Mac- und iOS-Software, die inzwischen nahezu ausschließlich über den Mac-App-Store und den iOS-App-Store vertrieben wird.

Apple zählt eigene Software inzwischen zur iTunes-Sparte

Dediu schätzt den Jahresumsatz von Apples eigenem Software-Angebot, das zum Beispiel iLife und iWork sowie OS X, Aperture und Final Cut Pro umfasst, auf 3,6 Milliarden Dollar mit einer branchenüblichen Umsatzrendite von 50 Prozent. Die Einberechnung dieses hochmargigen Geschäftes in die gesamte iTunes-Sparte, die zuvor nur den vergleichsweise wenig lukrativen Verkauf von Inhalten und Software Dritter berücksichtigte, führe nun zu einer Brutto-Umsatzrendite von 15 Prozent, glaubt der Analyst – und damit zu einem Geschäft, das bei einem geschätzten iTunes-Jahresumsatz von rund 13,5 Milliarden Dollar wiederum 2 Milliarden Dollar pro Jahr als Gewinn abwerfen könnte. (lbe)