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App-Rückerstattung nach anderthalb Jahren war ein Fehler

Bei dem nach 18 Monaten plötzlich zu Lasten eines iOS-Entwicklers zurückgebuchten App-Großeinkauf hat es sich nach Apples Angabe um eine "Anomalie" gehandelt.

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(Bild: dpa, Christoph Dernbach/Archiv)

Der Fall einer plötzlichen und 18 Monate nach dem Verkauf erfolgten Rückbuchung von 500 iOS-Apps ist geklärt, wie der Air-Display-Entwickler Dave Howell auf Twitter mitteilte. Apple habe ihn telefonisch kontaktiert und die Angelegenheit erklärt, es habe sich um eine “Anomalie” gehandelt, die in Kürze rückgängig gemacht werde. Apple selbst sieht in den Entwickler-Richtlinien nur eine Rückgabefrist von 90 Tagen vor.

Was genau in diesem Fall passiert ist, bleibt unklar. Howell spekuliert, der Großeinkäufer aus dem Bildungsbereich habe möglicherweise seinen Account gewechselt – und im Rahmen der Umstellung habe Apple den 500-App-Einkauf zurückgebucht. iOS-Entwickler zeigten sich beunruhigt über die sehr späte Rückbuchung – zumal sich Apple bei Rückerstattungen vorbehält, auch die Provision in Höhe von 30 Prozent des Verkaufspreises einzubehalten.

Mehrere andere Entwickler haben von ähnlich späten Rückbuchungen berichtet. Ob diese genauso schnell geklärt werden wie jetzt der Fall des Air-Display-Entwicklers, dem erhebliche Aufmerksamkeit zuteil wurde, bleibt offen. Neben dem App-Verkauf im App Store an Endkunden können iOS-Entwickler die Software auch mit Mengenrabatt an Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen verkaufen. (lbe)