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App Store: Apple-Manager Phil Schiller ist oberster Entscheider

Ein detaillierter Blick hinter die Kulissen von Apples Softwareladen zeigt, wie der Konzern entscheidet, welche Apps durchgelassen werden – und welche nicht.

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Alle wollen in den App Store.

(Bild: dpa, Ritchie B. Tongo/EPA)

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Apples Marketingchef Phil Schiller, der seit 2015 zusätzlich auch für den App Store des Konzerns zuständig ist, hat die Oberhand, wenn es um Fragen der Zulassung von Anwendungen für iOS, tvOS, watchOS und macOS geht. Das berichtet der US-Börsensender CNBC unter Berufung auf Personen, die den Prozess kennen.

Schiller, dessen Titel Senior Vice President of Worldwide Marketing lautet und der seit 1997 bei Apple arbeitet, leitet laut dem Bericht auch das sogenannte Executive Review Board, kurz ERB. Dieses trifft sich einmal pro Woche und debattiert Apps, die gegen Apples App-Store-Bedingungen verstoßen oder als besonders kontrovers gelten. Das ERB soll unter anderem entschieden haben, im vergangenen Jahr die App der umstrittenen Website Infowars aus dem Store zu nehmen.

Apple betreibt ansonsten sogenannte App-Review-Teams, die für die Tagesarbeit der App-Store-Zulassung zuständig sind. Sie sitzen laut Angaben von CNBC derzeit in den USA in Sunnyvale in der Nähe des Apple Parks, in Cork in Irland sowie im chinesischen Shanghai. Die Teams wurden zuletzt ständig vergrößert. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen wie Facebook oder Google, die Arbeiten der Inhaltemoderation an externe Firmen auslagern, sind alle App-Review-Mitarbeiter auch bei Apple angestellt. Sie werden zwar stundenweise bezahlt, tragen aber die üblichen Apple-Hausausweise und erhalten eine Krankenversicherung von dem Konzern.

Ihre Arbeit beginnen Neulinge laut dem Bericht im iPhone-Bereich, wo sie bezahlte oder kostenlose Anwendungen überprüfen. Später dürfen sie sich dann um die – teils problematischeren – Programme in In-App-Verkäufen sowie Abos kümmern. Überprüft werden die Apps zumeist auf iPads, so CNBC weiter – oder auf Apple Watch und Apple TV für watchOS- und tvOS-Anwendungen. Im Schnitt bearbeitet ein App-Reviewer pro Tag bis zu 100 Titel, diese werden per Web-Portal zugeteilt. Apple prüft die Produktivität der Mitarbeiter ebenso wie ihre Fähigkeit, richtige Entscheidungen zu treffen – gibt es im späteren Prozess Änderungen beim App Review, bekommen sie potenziell Ärger.

Entwickler, die eine Entscheidung anzweifeln, können sich an das sogenannte App Review Board wenden. Das ARB ist eine Unterinstanz des ERB. Wird das ARB öfter angerufen, ist es möglich, dass eine Entscheidung zum ERB eskaliert wird – auch schwer entscheidbare Fälle werden dem ERB vorgelegt. CNBC zufolge behandelt Apple Apps großer Anbieter nicht anders als die von Einzelentwicklern – so zumindest die Aussage der Quellen.

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(bsc)