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App Store: Apple erlaubt App-Vorbestellungen und Einführungspreise für Abos

Mit neuen Verkaufs-Tools können Entwickler ihre iOS- und Mac-Software nun schon vorab in Apples digitalen Läden vermarkten – und Nutzer mit Vergünstigungen zum Abschluss eines Abonnements locken.

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Vorbestellungen App Store

(Bild: Apple)

Apple macht den App Store für Entwickler flexibler: App-Anbieter haben nun erstmals die Möglichkeit, Vorbestellungen über Apples Software-Laden entgegenzunehmen. Sobald die App verfügbar ist, soll sie automatisch innerhalb von 24 Stunden auf den Geräten der Vorbesteller landen, wie der iPhone-Konzern mitteilte. Die neue Pre-Order-Option steht neuen, bislang noch nicht im App Store erhältlichen Apps aus allen Kategorien offen – dies umfasst iOS, tvOS sowie macOS.

Eine Veröffentlichung soll innerhalb von 2 bis 90 Tage nach dem Anlegen der Vorbestellungsseite erfolgen. Für die Zulassung müssen die Apps den üblichen Prüfprozess des Konzerns durchlaufen.

Pre-Order nur auf neuesten Betriebssystemen möglich

Entwickler haben damit zugleich die Möglichkeit, einen niedrigeren Preis in der Vorbestellungsphase anzubieten. Nutzer können eine Vorbestellung jederzeit stornieren, der Kaufpreis wird erst beim Download nach der Veröffentlichung berechnet. Vorbestellungen funktionieren nur auf Geräten mit mindestens iOS 11.2, macOS 10.13.2 und tvOS 11.2, wie Apple anmerkt.

Die Vorbestellungsoption hat bereits einen kleinen Testlauf absolviert: Nintendo konnte diese im vergangenen Dezember für Super Mario Run einsetzen – damals beschwerten sich allerdings Nutzer, dass der Hinweis auf die Verfügbarkeit erst relativ spät erfolgte.

Einführungspreise für Software-Abos+

Apples neue Optionen für Einführungspreise bei Abonnements.

Wie bereits für iOS 11.2 angekündigt hat Apple nun außerdem "reduzierte Einführungspreise für Abonnements" eingeführt. Entwickler erhalten damit neue Möglichkeiten, um Nutzer zum Abschluss eines Abos mit automatischer Verlängerung zu locken.

Zu den neuen Optionen gehört "Pay as you go", ein über einen bestimmten Zeitraum reduzierter Abopreis, der sich anschließend automatisch auf den Normalpreis erhöht. Damit könne man "preissensitive Nutzer" ansprechen, schreibt Apple.

Die "Pay up front"-Variante erlaubt das Berechnen eines reduzierten Preises bei Abschluss eines längeren Abos – etwa 10 Dollar für ein Halbjahresabo statt des Normalpreises von 40 Dollar für ein Jahresabo, führt Apple als Beispiel auf. Mit dem "Free Trial" können App-Anbieter nun außerdem Probeabos anbieten, die über einen spezifischen Zeitraum laufen. Erst nach Ablauf des kostenlosen Zeitraums wird dem Nutzer der Abopreis in Rechnung gestellt – bis dahin lässt sich das Abo auch noch kündigen.

Apple hält Software-Abos für die Zukunft und hat diese für Entwickler attraktiver gestaltet als den Einzelverkauf: Im zweiten Abo-Jahr muss nur noch eine Provision in Höhe von 15 Prozent des Preises an Apple abgeführt werden – statt der sonst üblichen 30 Prozent. (lbe)