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App Store: Simuliertes Glücksspiel nur noch für Erwachsene

Apple hat die Altersfreigabe für iPhone-Apps mit "simuliertem Glücksspiel" automatisch nach oben korrigiert. Der App-Laden solle kindgerechter werden.

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Auch Apples Texas Hold'em "simuliert Glücksspiel".

(Bild: Apple )

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Apple will nun generell verhindern, dass Kinder iPhone-Glücksspiele herunterladen: Alle Apps, in denen "simuliertes Glücksspiel" häufig oder "stark ausgeprägt" vorkommt, tragen ab sofort den Hinweis, dass das Mindestalter zum Laden dieses Programms 17 Jahre beträgt. Die Altersfreigabe "17+" ist die schärfste Altersbegrenzung, die es bislang in Apples App Store gibt.

Das Hochsetzen der Altersfreigabe erfolgte automatisch am Dienstag, wie Apple in einer E-Mail an Entwickler zuvor kurzfristig mitteilte – die Änderung gilt für alle Länder und Regionen, in denen der App Store verfügbar ist. Die Maßnahme solle sicherstellen, dass die Altersfreigabe "den App Store für Kinder sicher macht", merkt Apple an.

Unter "simuliertes Glücksspiel" fallen etwa auch Kartenspiele wie Poker, in denen nicht um echtes Geld oder eine virtuelle Währung gespielt wird. Mit Apples Texas Hold'em fällt auch eine hauseigene App der iPhone-Konzerns unter die neue Regelung. Sie trägt nun ebenfalls die Markierung "17+", zuvor konnte man die Poker-App ab einem Alter von 12 Jahren beziehen.

Seit rund einem Jahr dürfen nur noch Firmen – und nicht länger einzelne Entwickler – Glücksspiel-Apps im App Store anbieten, mit der Maßnahme wollte Apple "betrügerische Aktivitäten reduzieren". Auch Lootboxen und ähnliche Glücksspielelemente versucht das Unternehmen seit 2018 einzuschränken. Es habe bereits staatliche Anfragen in Hinblick auf eine Unterbindung illegaler Online-Glücksspiele gegeben, teilte Apple damals mit.

Echtes Glücksspiel oder etwa Sportwetten-Apps sind in manchen App-Store-Regionen zulässig, wenn die Anbieter entsprechende Lizenzen dafür besitzen – diese waren bereits mit der Altersfreigabe 17+ versehen.

Spiele mit In-App-Kaufelementen, in denen man beispielsweise "Juwelentruhen" oder ähnliches für reale Geldbeträge zu Stückpreisen bis über 100 Euro kaufen kann, fallen nicht unter Apples neue Anti-Glücksspiel-Regelung, wenn das Spiel selbst aus einem anderen Genre stammt. Diese sogenannten "Free-to-play-Games", die zu den umsatzstärksten Apps zählen, sind weiterhin – je nach Spieltyp – auch für kleinere Kinder erhältlich. (lbe)