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App Store: Werbebanner im Anflug

In den Suchergebnissen für iOS-Apps tauchen bald Banner auf, vorerst aber nur in den USA. Die Umsetzung der Search-Ads solle einen "neuen Standard für relevante Werbung” schaffen, die zugleich Datenschutz respektiere, teilte Apple mit.

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Die Banner sollen nur in den Suchergebnissen auftauchen – und dürfen nur für Apps werben.

(Bild: Apple)

Am 5. Oktober führt Apple bezahlte Suchergebnisse im App Store ein, dann können in der Suche erstmals für alle Nutzer sichtbare Werbebanner auftauchen. Entwickler und Firmen können ab sofort Werbung für ihre Apps schalten, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vorerst sind die Anzeigen nur im US-App-Store für iPhone und iPad zu sehen, sie dürften in Zukunft aber auch in weiteren Ländern erscheinen, ein Zeitplan liegt noch nicht vor.

Die Banner dürfen ausschließlich für iOS-Apps werben und werden nach einem Auktionsprinzip verkauft – bezahlt wird für das Antippen durch Nutzer. Die Banner sind auf die Suchergebnisse beschränkt, es soll jeweils nur eines am oberen Ende erscheinen. Andere Bereiche des App Stores wie die "Highlights" bleiben werbefrei, betonte der Konzern bei der Vorstellung der bezahlten Suchergebnisse. Laut Apple geht rund zwei Dritteln aller App-Downloads eine Suche im App Store voraus.

Entwickler können entscheiden, ob nur neue Nutzer die Anzeigen zu sehen bekommen oder bestehende Nutzer ihrer App. Zusätzlich ist ein Targeting nach Alter, Geschlecht, Gerätetyp und Standort möglich, auch Uhrzeit und Wochentag lassen sich festlegen.

Jedes Banner ist mit einem kleinen Ad-Button gekennzeichnet, der sich antippen lässt: Apple will dem Nutzer hier verraten, warum er die jeweilige Anzeige zu sehen bekommt. Wird ein Banner nicht angetippt, soll dieses auch nicht erneut angezeigt werden, merkt der iPhone-Konzern an.

Die Such-Ads solle einen neuen Standard für “relevante Werbung” schaffen und zugleich Datenschutz respektieren, betonte Apple. Der Konzern erstellt für das Targeting nach eigener Angabe Nutzergruppen "aus mindestens 5000 Personen", dabei sollen sowohl Accountinformationen als auch das Download-Verhalten in iTunes wie App Store berücksichtigt werden.

Die Aktivierung von "Kein Ad-Tracking" in den Datenschutzeinstellungen soll interessenbasierte Banner auch in Apples Apps unterbinden. Nutzer können außerdem die Standortdienste für Werbung abschalten – diese sind standardmäßig aktiviert und tief versteckt in den Einstellungen für die Ortungsdienste. (lbe)