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App Store sperrte offenbar iranische iPhone-Nutzer aus

Der Zugriff auf den zentralen App Store wurde wohl mit einer IP-basierten Sperre für iranische Nutzer blockiert. Apps iranischer Entwickler hat Apple bereits im vergangenen Jahr entfernt.

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App Store sperrte iranische iPhone-Nutzer aus

(Bild: Meysam Firouzi )

Apple scheint erstmals Geoblocking eingesetzt zu haben, um den Zugriff auf den App Store aus einer bestimmten Region zu unterbinden: Wie iranische Nutzer unter anderem auf Twitter berichten, war es am Donnerstag nicht länger möglich, auf den App Store zuzugreifen. Die Anfrage wurde mit der speziellen Fehlermeldung “Der App Store ist in Deiner Region nicht verfügbar” (The App Store is unavailable in the country or region you’re in”) von iOS quittiert.

Bislang keine Geosperren bei App Store und iTunes Store

Die Sperre sei wohl IP-basiert, da der App Store über eine VPN-Verbindung wie gewohnt weiter verfügbar war, erklärte Bleeping Computer. Am Freitag melden erste Nutzer, dass sie wieder eine Verbindung zum App Store aus dem Iran herstellen können – auch ohne einen Zugriff aus einem anderen Land vorgaukeln zu müssen.

Apple betreibt keinen iranischen App Store und verkauft in dem Land auch keine Hardware, der Schwarzmarkt für iPhones gilt allerdings als lukrativ. Bislang wurde der Zugriff auf den App Store nicht durch Geosperren reglementiert, Nutzer können also leicht die Stores anderer Länder verwenden, wenn sie dort eine Apple-ID anlegen.

Rauswurf für Apps iranischer Entwickler

Die Taxidienst-App Snapp gibt es weiterhin bei Google Play – aber nicht im App Store.

Der Grund für die temporäre Sperre bleibt unklar, Apple kommentierte die Angelegenheit bislang nicht. Im vergangenen Jahr hat der Konzern begonnen, Apps aus dem App Store zu entfernen, die von iranischen Entwicklern stammen.

Gegenüber betroffenen Entwicklern führte das Unternehmen damals an, der App Store könne "aufgrund von US-Sanktionen keine Apps von Entwicklern aus bestimmten Ländern unter US-Embargo anbieten". Entfernte Apps wie etwa der dort populäre Taxidienst Snapp sind allerdings in Googles Play Store bislang weiter erhältlich.

Irans Telekommunikationsminister kündigte damals an, dem Rauswurf der Apps auf juristischem Wege entgegenzutreten. Iranische Startups und Entwickler riefen Apple dazu auf, den Rauswurf zu stoppen. (lbe)