App statt IR-Fernbedienung: Start-up will Klimaanlagen vernetzen

Über ein WLAN-Gerät soll sich die Klimaanlage per iOS- und Android-App fernsteuern lassen. Der aktuelle Aufenthaltsort wird ebenfalls berücksichtigt, dafür kommt auch Apples iBeacon-Technik zum Einsatz.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 49 Beiträge
Von
  • Leo Becker

Über die WLAN-Box soll sich die heimische Klimaanlage dann auch per iOS- oder Android-App steuern lassen

(Bild: Hersteller)

Das Münchner Start-up Tado will mit einem Zusatzgerät auf den Markt, das nahezu jede Klimaanlage mit Fernbedienung über das Smartphone steuerbar macht. Das "Tado Cooling" genannte Gerät ist mit WLAN und Bluetooth ausgerüstet und gibt die über eine iOS- oder Android-App eingegebenen Steuerungsbefehle im Infrarotbereich an die Klimaanlage weiter. Zunächst ist das Gerät nur im Rahmen einer Kicktstarter-Kampagne erhältlich.

Die Idee ist, dass sich die Anlage automatisch abschaltet, wenn die Bewohner ihr Zuhause verlassen – dafür werden die Ortungsdienste des Smartphones genutzt. Wenn sie sich ihrem Heim wieder nähern, sollen die Räume rechtzeitig vorgekühlt werden. Auch wenn man sich im Haus bewegt, passt das Gerät die Temperatur in den Zimmern an – dafür setzt Tado unter anderem auf Bluetooth sowie Apples iBeacon-Technik.

Tado rüstet seit dem Start im Jahr 2011 Heizungen für die Bedienung per Smartphone auf. Mit dem Gerät für Klimaanlagen rückt die Firma in einen neuen Markt vor und konkurriert dabei auch mit der Google-Tochter Nest. Der vom ehemaligen Apple-Manager Tony Fadell geführte Hersteller vernetzter Thermostate und Rauchmelder hat auch große Expansionspläne in Europa. Google hatte Anfang des Jahres 3,2 Milliarden Dollar für Nest bezahlt.

Tado Cooling ist vorerst nur über die Finanzierungsplattform Kicktstarter erhältlich. Der Preis beträgt knapp 100 Dollar, Frühbesteller erhalten das Gerät für 70 Dollar. Hinzu kommen Versandkosten in Höhe von 15 Dollar sowie Steuern für die Einfuhr nach Deutschland. Im Handel soll das Produkt später rund 150 Dollar kosten. Die Auslieferung beginnt voraussichtlich im August. (lbe)