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Apple-Aktie auf höchstem Niveau seit einem Jahr

Nach den guten Quartalszahlen und der Ankündigung eines Aktiensplits sind die Anteilsscheine des Mac- und iPhone-Herstellers in die Höhe geschossen. Das wird allerdings mit Schulden erkauft.

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Apple-Aktionäre, die in den letzten Monaten wenig zu lachen hatten, bekommen positive Nachrichten: Die Aktie des kalifornischen Smartphone- und Computerherstellers ging am Montag mit einem 52-Wochen-Hoch aus dem Handel. Die Papiere bewegen sich derzeit wieder auf rund 600 US-Dollar zu, gestern war bei knapp 594 Dollar Schluss, einem Anstieg von 3,87 Prozent. Schon in der vergangenen Woche gab es einen Kurzsprung um rund 8 Prozent.

In Frankfurt, wo die Apple-Aktie auch in Euro gehandelt wird, liegen die Papier aktuell nochmals um 1,5 Prozent im Plus und sind mit 430 Euro sogar noch deutlich über dem besten Stand seit einem Jahr. Der Konzern hatte in der vergangenen Woche gute Zahlen gemeldet, die über dem lagen, was Analysten erwartet hatten – insbesondere beim iPhone. Gleichzeitig kündigte der Konzern einen Aktiensplit im Verhältnis 7 zu 1 sowie eine Ausweitung des Dividendenprogramms an.

Apple-Aktie am Montag.

(Bild: EDGAR Online)

Apple agiert damit ganz anders als noch unter Steve Jobs. Hatte der sowohl die Zahlung von Dividenden als auch das Schuldenmachen stets strikt abgelehnt, will sein Nachfolger Tim Cook nun erneut satte 17 Milliarden US-Dollar aufnehmen, um ein großes Aktienrückkaufprogramm zu finanzieren. Apple hätte zwar das notwendige "Kleingeld" dafür, allerdings lagern 130 Milliarden der Barbestände im Ausland.

Die Kredite sparen dem Unternehmen somit deutlich Steuern, die Apple bei einer Einfuhr der Gelder an die US-Regierung zu zahlen hätte. Bis 2015 will Apple 90 Milliarden Dollar an die Aktionäre ausgeben – über Dividenden und das erwähnte Rückkaufprogramm. (bsc)