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Apple: App-Store-Bestand schrumpft erstmals

iOS verlor 2017 laut einer Analyse rund fünf Prozent seiner Apps. Grund dürfte auch Apples Vorgehen gegen Spammer und Scammer sein – und 32-Bit-Apps.

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App-Store-Icon auf dem iPhone.

(Bild: dpa, Alex Heinl)

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Die Anzahl der iOS-Apps war im vergangenen Jahr erstmals rückläufig. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Analysefirma Appfigures. Demnach ging die Zahl aller Anwendungen für iPhone, iPad und iPod touch von 2,2 Millionen Anfang des Jahres auf 2,1 Millionen zurück – ein Minus von knapp 5 Prozent. Bei Apples Hauptkonkurrenten Google war die Entwicklung gegenläufig: Hier gab es 2017 rund 30 Prozent mehr Anwendungen im Play Store – laut Appfigures gibt es dort nun 3,6 Millionen Android-Anwendungen.

Gründe für das verringerte Angebot an Anwendungen für die Apple-Plattform gibt es einige. So hatte das Unternehmen unter dem neuen App-Store-Leiter Phil Schiller, seines Zeichens auch Apples weltweiter Marketingchef, angekündigt, künftig strikter auf Qualitätskriterien zu schauen. So wurden zwischenzeitlich Apps aus Template-Baukästen verboten und der Konzern scheint insgesamt schärfer gegen Spammer und Scammer vorzugehen.

Weiterhin wurde im vergangenen Jahr mit der Einführung von iOS 11 das Ende der 32-Bit-Apps auf iPhone, iPad und iPod touch eingeleitet – diese Programme laufen nun schlicht nicht mehr. Einige Entwickler nahmen dies zum Anlass, ihre Apps ganz aus dem App Store zu nehmen, weil ihnen die notwendigen Ressourcen fehlten, 64-Bit-Varianten zu produzieren. Auch diverse bekannte (und einst teure) iOS-Spiele flogen damit aus dem Store.

Apple hatte 2016 versprochen, im iOS App Store stärker aufzuräumen und Apps, die seit längerem nicht weiterentwickelt wurden, aus dem Angebot zu nehmen. Diese Reinigungsphase zog sich laut Annahme von Appfigures bis ins Jahr 2017. Geklonte Apps, für Entwickler ständig ein Problem, sollten ebenfalls schneller gelöscht werden.

Allerdings war die Löschung alter Apps nicht allein dafür verantwortlich, dass Apples Angebot zurückging. Laut Appfigures kamen 2017 insgesamt 755.000 neue Anwendungen hinzu – ein Rückgang von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Play Store gab es hingegen im vorigen Jahr auch bei frischen Apps ein Plus: 1,5 Millionen neue Anwendungen kamen hinzu, was 17 Prozent mehr Apps entsprach. Im App Store wird dennoch weiterhin deutlich mehr Geld verdient als im Play Store. (bsc)