Menü
Mac & i

Apple: Brexit-Preise für Briten

Apple bereitet sich offenbar auf einen weiteren Fall der britischen Währung vor. Das neue iPad kostet nun in Pfund mehr als in Dollar.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen
Apple: Brexit-Preise für Briten

Das neue iPad 9,7.

(Bild: Apple)

Anzeige
Apple iPad Pro 9.7" 128GB grau (MLMV2FD/​A)
Apple iPad Pro 9.7" 128GB grau (MLMV2FD/​A) ab € 939,–

Käufer von Apple-Produkten in Großbritannien müssen sich auf weiter steigende Preise einstellen. Mit dem am Dienstag vorgestellten iPad 9,7 liegt der Pfund-Preis nun höher als der in US-Dollar: Käufer im Vereinigten Königreich bezahlen mindestens 339 britische Pfund für die 32-GByte-Version, während man in den USA 329 US-Dollar löhnen muss.

Pfund-Wert bislang immer unter dem Dollar

Der aktuelle Kurs zwischen britischem Pfund und US-Dollar liegt bei 1,25 US-Dollar pro Pfund, nachdem die Währung aufgrund der Brexit-Entscheidung seit letztem Sommer stark an Wert verloren hatte. Eingerechnet werden muss allerdings noch die Tatsache, dass Apple in den USA Preise stets ohne Mehrwertsteuer angibt, in Europa dagegen schon. Diese beträgt in Großbritannien aktuell 20 Prozent. Dennoch zahlt man, wird diese einkalkuliert, aktuell 7 Prozent mehr für das iPad 9,7 im Vereinigten Königreich.

Euro-Raum muss auch einen Aufschlag zahlen

In Euro kostet das iPad 9,7 mindestens 399 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Auch das ist umgerechnet deutlich mehr als der Dollarpreis – selbst wenn man die Mehrwertsteuer einberechnet. Das iPad 9,7 dient Apple als neues Einstiegsmodell seiner Tabletbaureihe. Es ist mit einem langsameren A9-Chip im Vergleich zum A9X im iPad Pro ausgestattet. Das iPad Air 2 hatte Apple zuvor bereits eingestampft.

Deutliche App-Preiserhöhung wegen Brexit

Apple hatte in Großbritannien zuletzt auch die App-Preise deutlich erhöht. Hier zahlt man seit Mitte Januar einen Brexit-Aufschlag von satten 25 Prozent. Eine zuvor 79 Pence teure iOS-Anwendung kostet seither 99 Pence, ebenfalls eine Werteangleichung an den US-Dollar. Um den Kostenpunkt weiterhin unter dem neuen Einstiegspreis von 0,99 Pfund zu halten, können Entwickler seither für den Verkauf ihrer Apps in Großbritannien aber zwei neue Preisstufen wählen: 0,49 Pfund sowie 0,79 Pfund. Allerdings verlieren sie dadurch natürlich Geld. (bsc)