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Apple-Browser Safari 12: Anti-Tracking verschärft, Extensions eingeschränkt

Das Update des Mac-Browsers bringt wichtige Neuerungen und entledigt sich alter Erweiterungen sowie Plug-ins.

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Apple-Browser Safari 12: Anti-Tracking verschärft, Extensions eingeschränkt

Safari 12 will Tracking durch Werbeanbieter besser verhindern.

(Bild: Apple)

Apple hat Safari 12 für macOS 10.13 High Sierra und 10.12 Sierra zum Download bereitgestellt, das Update ist über den Mac App Store erhältlich. Die Freigabe erfolgte schon eine Woche vor der Veröffentlichung von macOS 10.14 Mojave, dort ist Version 12 des Browsers bereits vorinstalliert. Apple ergänzt Version 12 des Browsers um wichtige Sicherheitsfunktionen: Die integrierte Passwort-Verwaltung warnt nun bei der Mehrfachverwendung von Kennwörtern und verweist direkt auf die zugehörige Webseite, um dort das Passwort zu ändern.

Im Zusammenspiel mit iCloud-Keychain soll der Browser nun außerdem beim Ändern des Kennworts oder dem Anlegen eines neuen Benutzer-Accounts längere Passwörter automatisch vorschlagen, die standardmäßig 20 Zeichen enthalten, darunter eine Zahl, einen großgeschriebenen Buchstaben sowie Bindestriche.

Apple macht keinen Hehl daraus, dass sich die verbesserte Anti-Tracking-Funktion besonders gegen Facebook richtet.

Safari 12 bringt Apples verschärfte Anti-Tracking-Funktion auf den Mac, diese ist auch in Safari von iOS 12 integriert. Version 2.0 von Apples Tracking-Schutz geht nun speziell gegen ein seitenübergreifendes Tracking etwa durch Facebooks Like-Buttons und andere eingebettete Social-Media-Elemente vor.

Auch das Retargeting – das “Verfolgen” mit einzelnen Anzeigen über verschiedene Seiten hinweg – will Apple “unterdrücken”, indem das sogenannte Fingerprinting erschwert wird – die Identifizierung einzelner Macs anhand von bestimmten Daten wie Browser-Kennung und Bildschirmauflösung.

Die im vergangenen Jahr von Apple in Safari eingebaute Anti-Tracking-Funktion hatte unmittelbare Konsequenzen für die Werbebranche, eine große Online-Werbefirma warnte Ende vergangenen Jahres vor einem erheblichen Umsatzeinbruch.

Zur Verbesserung der Sicherheit lässt Apple künftig nur noch geprüfte und über den Mac App Store vertriebene Safari-Erweiterungen zu. Klassische Safari-Extensions laufen teils gar nicht, teils nur noch vorübergehend – und mit Warnhinweis. Apple hat außerdem die Unterstützung für NPAPI-Plug-ins gestrichen, mit Ausnahme von Adobe Flash. Das Update auf Safari 12 räumt nach Angabe des Herstellers außerdem drei kleinere Sicherheitslücken aus. (lbe)