Apple-Browser Safari streicht Flash-Support

2020 wird Adobes Flash-Plugin endgültig beerdigt, den Anfang macht Safari. Am Abstieg von Flash ist Apple nicht ganz unbeteiligt.

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In Safari lässt sich Flash bald nicht mehr installieren – die jüngste Vorschauversion hat den Support nun gestrichen.

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Apple beendet den Support für Adobe Flash im Browser Safari: Eine Installation des Plugins ist in der jüngsten Vorschauversion 99 des Browsers (Safari Technology Preview) nicht mehr möglich, wie das WebKit-Team mitteilte. Einen Schlussstrich unter die veraltete und als unsicher geltende Plugin-Schnittstelle NPAPI (Netscape Plugin Application Programming Interface) hat Apple schon vor knapp zwei Jahren gezogen, seitdem lassen sich Plugins wie Microsoft Silverlight nicht länger in Apples Browser verwenden. Ähnlich wie in Mozillas Firefox behielt Safari als einzige Ausnahme aber den Flash-Support bei – damit ist nun auch Schluss.

Wann der Flash-Support in der für Endnutzer gedachten Version 13 des Browsers entfernt wird, bleibt vorerst offen. Der Schritt dürfte aber mit dem nächsten größeren Versionssprung erfolgen, möglicherweise noch im Frühjahr. Safari 13 ist fester Bestandteil von macOS 10.15 Catalina und wird auch für macOS 10.14 und 10.13 von Apple zum Download bereitgestellt. Eine Windows-Version des Browser hat der Konzern schon vor Jahren eingestellt. Die Safari Technology Preview 99 bringt weitere Neuerungen unter anderem für den Web-Inspector.

Die iOS-Version von Safari verzichtet seit jeher auf eine klassische Plugin-Unterstützung und damit auch auf Flash. Apple wurde für diesen Schritt so massiv kritisiert, dass Apple-Gründer Steve Jobs im Jahr 2010 öffentlich mit der einst so populären Multimedia-Software abrechnete: Sie sei langsam, akkuhungrig, unsicher und habe auf Mobilgeräten wie dem iPhone nichts zu suchen, so Jobs – auch das iPad war von Anbeginn an Flash-frei. Jobs wollte zudem keine fremdkontrollierte App-Plattform in iOS lassen, Apple wisse aus "schmerzlicher Erfahrung", dass das den Erfolg behindern könne, schrieb Jobs damals in seinen "Gedanken zu Flash".

Ebenso wie andere Browser blockiert Safari das Flash-Plugin bereits seit mehreren Jahren und informiert Webseiten auch nicht darüber, ob ein bestimmtes Plugin installiert ist. Adobe hat vor drei Jahren das Ende von Flash für 2020 angekündigt – ab Ende des Jahres sollen keine Updates mehr erfolgen. Auch die anderen großen Browser-Hersteller wollen den Flash-Support im laufenden Jahr entfernen.

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(lbe)