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Apple-Chef: Schutz der Privatsphäre eine Frage "von Leben und Tod"

Auf der Cybersicherheitskonferenz des Weißen Hauses fand Tim Cook deutliche Worte. Opfere man die Privatsphäre, könne dies schreckliche Konsequenzen haben. Dies zeige die Geschichte.

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Apple-CEO Cook

Apple-Chef Cook.

(Bild: dpa, Monica Davey)

Apple-Chef Tim Cook hat auf dem Cybersecurity-Gipfel der US-Regierung an der Stanford University vor Vertretern des Weißen Hauses, der amerikanischen Politik und der Wirtschaft betont, man dürfe das Recht auf Privatsphäre nicht opfern. Die Geschichte habe gezeigt, dass dies sonst "schreckliche Konsequenzen" haben könne, erklärte Cook in einer kurzen Rede.

"Wir leben immer noch in einer Welt, in der nicht alle Menschen gleich behandelt werden." Zu viele Menschen fühlten sich nicht frei, ihre Religion auszuüben, ihre Meinung zu sagen oder zu lieben, wen sie gewählt hätten. "Wir leben in einer Welt, in der diese Informationen den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen können."

Wenn es den Verantwortlichen nicht gelinge, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um das Recht auf Privatsphäre zu schützen, riskiere die Gesellschaft "etwas viel wertvolleres als Geld". Die Lebensweise der Menschen werde bedroht. Auch gegen Google und Facebook teilte Cook einmal mehr aus: Apple habe ein Geschäftsmodell, bei dem es um den Verkauf der besten Produkte gehe, nicht um den Verkauf persönlicher Daten.

Apple selbst hatte zuletzt mit Hackangriffen unter anderem auf iCloud zu kämpfen. Cook hatte im letzten Jahr eine breite Apple-Datenschutzinitiative gestartet. Wie man Apple-Geräte wie iPhone oder Mac durch Verschlüsselung vor Schnüfflern schützen kann, zeigt Mac & i in seiner Ausgabe 1/15. (bsc)