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Apple-Chef Tim Cook: Angela Merkel ist "phänomenale Führungspersönlichkeit"

Tim Cook hat in einem Interview die deutsche Kanzlerin in eine Reihe mit der US-Bürgerrechtlerin Rosa Parks gestellt. Der Apple-Boss sprach er sich zudem für eine Stärkung von Frauenrechten aus - wobei Apple selbst Nachholbedarf hat.

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Apple-Chef Tim Cook

Apple-CEO Tim Cook bei einem Auftritt.

(Bild: dpa, Asa Mathat/All Things Digitall/Archiv)

Lob für die Kanzlerin von ungewöhnlicher Seite: Apple-CEO Tim Cook sieht in der deutschen Regierungschefin Angela Merkel ein wichtiges Vorbild für junge Frauen. Sie sei "eine phänomenale Führungspersönlichkeit – nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt", sagte Cook im Rahmen eines Interviews mit der amerikanischen Nichtregierungsorganisation National Center for Women and Information Technology (NCWIT), die sich für eine stärkere Beteiligung von Mädchen und Frauen in der Informationstechnik einsetzt.

Merkel in einer Reihe mit Rosa Parks

Cook stellte Merkel in eine Reihe mit der US-Bürgerrechtlerin Rosa Parks, die 1955 den Bus-Boykott in Montgomery im US-Bundesstaat Alabama ausgelöst hatte und als Vorkämpferin für die Rechte der Schwarzen in den Vereinigten Staaten gilt. Parks halte er für "die Heldin schlechthin", die mit ihrem Mut das Bürgerrechtsgesetz in den USA um Jahre beschleunigt habe.

Lobend äußerte sich Cook auch über General Lori Robinson, die seit 2016 Oberbefehlshaberin eines Regionalkommandos der Streitkräfte der USA ist. Robinson empfinde er als eine "unglaubliche und mutige Frau", die seltene "unglaubliche Führerschaft in Menschlichkeit und Demut" vereine.

Förderung, aber zu wenig Frauen im Vorstand

Apple fördere seit Jahren die Karrieren von Mädchen und Frauen in der Informationstechnik, betont Cook regelmäßig. Allerdings steht der Konzern auch in der Kritik, weil im engeren elfköpfigen Vorstand mit Retail-Chefin Angela Ahrendts und Chefjuristin Katherine Adams nur zwei Frauen sitzen. Im erweiterten Vorstand sind immerhin fünf von 16 Mitgliedern Frauen.

Auch in Sachen Diversität hat Apple Nachholbedarf. Zwar stellte der Konzern zuletzt mehr "unterrepräsentierten Gruppen" ein, die Gesamtheit der Belegschaft inklusive Ladengeschäfte war aber im November weiterhin zu 54 Prozent "weiß", wie es in einem neuen Diversitätsbericht hieß. Zuletzt hatte Apple auf seiner Homepage den US-Bürgerrechtler Martin Luther King zum MLK-Day in den USA gefeiert. Er ist eines von Cooks großen Vorbildern. (mit Materia von dpa) / (bsc)