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Apple-Chef Tim Cook: iPhone-5c-Verkäufe geringer als geplant

Der Apple-Chef äußerte sich zusammen mit seinem Finanzvorstand in der Nacht zum Mittwoch in einem Analystengespräch zum letzten Quartal. Die wichtigsten Aussagen im Überblick.

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Apple-Chef Tim Cook hat sich zusammen mit Chief Financial Officer Peter Oppenheimer zu den jüngsten Quartalszahlen des iPhone- und Mac-Hersteller geäußert, die erneut Rekorde brachten. Bei dem Analystengespräch, das wie üblich auch per Internet zu hören war, verriet Cook unter anderem Details zur Strategie beim Fingerabdrucksensor Touch ID. Hier die wichtigsten Aussagen aus dem Conference Call:

  • Tim Cook musste einräumen, dass Apple Probleme beim Absatz des iPhone 5c hat. Die Nachfrage sei "anders als wir dachten". Man habe mit einem höheren Anteil an den gesamten iPhone-Verkäufen gerechnet. Die Kunden hätte es stark zum iPhone 5s gezogen, der Fingerabdrucksensor Touch ID sei hier besonders attraktiv gewesen. Angaben darüber, was Apple mit dem iPhone 5c plant, machte Cook nicht. Es sei aber möglich, dass Apple sein Angebot "anpasse". Das iPhone 5c sei besonders bei Neueinsteigern beliebt gewesen.

Animierter Überblick: Apples Umsatz nach Kalenderjahren und Sparten in Milliarden US-Dollar. Das Segment "iTunes" steht für Musik, Filme, Apps und Services.

(Bild: Immo Junghärtchen / Mac & i)


  • Aufgrund der nicht den Erwartungen entsprechenden Nachfrage hatte Apple Probleme, seine iPhone-Produktion anzupassen. Das gab auch Cook zu. Es habe gedauert, die richtige Gerätemischung herzustellen, die die Kunden verlangten. Aus diesem Grund habe man einige Verkäufe in Nordamerika verloren. Das iPhone 5s war weltweit anfangs schwer verfügbar – besonders in der gefragten Gehäusefarbe Gold.
  • Apples Geschäft in China wächst stark, was sich dank des neuen Vertrags mit China Mobile zum Vertrieb des iPhones noch beschleunigen dürfte. Der Gesamtumsatz in dem Land liegt nun bei 8,4 Milliarden Dollar, das ist ein Plus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Japan wuchs um 11 Prozent, Europa dagegen nur um fünf (jetzt 13,07 Milliarden). In Amerika musste Apple dagegen ein Umsatzminus von rund einem Prozent auf knapp 20 Milliarden Dollar hinnehmen.

Apples Umsatz im ersten Quartal von 2009 bis 2014 nach Sparten in Milliarden US-Dollar. Das Segment "iTunes" steht für Musik, Filme, Apps und Services.

(Bild: Immo Junghärtchen / Mac & i)


  • Wie bereits in der Meldung zu den Quartalszahlen erwähnt, geht Apples Geschäft mit dem iPod weiter zurück. Zwar wurden noch etwas mehr als sechs Millionen Einheiten verkauft, doch das ist ein Minus von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das ist auch der bislang stärkste Rückgang in der Sparte, den Apple jemals verzeichnen musste. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2012 gingen noch 15,4 Millionen Einheiten über den Ladentisch.
  • Apple erwägt, die Verwendung seiner Touch-ID-Technik auszuweiten. Der Bereich der mobilen Bezahlsysteme sei etwas, das man für sehr spannend halte, sagte Cook. "Das war einer der Gedanken hinter Touch ID." Aktuell erlaubt Apple allein Einkäufe in seinem eigenen App- und iTunes-Store-Angebot über den Sensor. Das sei bei den Kunden sehr beliebt. "Es ist unglaublich einfach, leicht und elegant." Der Bezahlbereich sei für iOS "eine große Chance", wenn man sich die demographische Zusammensetzung der Kundschaft und die Menge an E-Commerce ansehe, die auf der Plattform stattfinde – insbesondere im Vergleich zur (Android-)Konkurrenz.
  • Tim Cook sieht keine Probleme, was Apples Innovationskraft anbelangt. Diese sei tief innerhalb der Mitarbeiterschaft verankert. Man komme ständig auf neue Ideen, Hauptproblem sei, sich auf die wenigen Dinge zu konzentrieren, die den Aufwand auch verdienten. "Das haben wir immer so gemacht und werden es weiter tun."

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(bsc)