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Apple-Chef erklärt US-Regierung für "ziemlich dysfunktional"

Firmen und Einzelpersonen müssen sich nach Ansicht der Konzernchefs verstärkt für positive Veränderungen einsetzen, da die "Regierungen in den USA und manch anderen Ländern" zunehmend "dysfunktional" seien.

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(Bild: dpa, Tobias Hase)

Nach der juristischen Auseinandersetzung mit der Bundespolizei FBI und dem US-Justizministerium um die Entsperrung eines iPhones, hat Apple-Chef Tim Cook betont, Firmen müssten für ihre Grundsätze eintreten. Die Regierung sei "in den USA und manchen anderen Ländern" generell "ziemlich dysfunktional" geworden, erklärte Cook in der CNBC-Sendung Mad Money. Deshalb seien Individuen und Firmen gefragt, sich für Veränderungen und die "Verbesserung der Dinge" einzusetzen.

Er meine damit nicht, dass Unternehmen und Einzelpersonen die Rolle der Regierung einnehmen sollen, sondern dass nicht nur die Regierung für Veränderung sorgen könne. "Wir sind alle verantwortlich dafür, Dinge zu ändern".

Die Debatte um Verschlüsselung müsse von Experten, Strafverfolgern und IT-Firmen geführt werden und sollte nicht durch Gerichte entschieden werden, erklärte Cook. Das FBI hatte den Konzern mit einem gerichtlichen Beschluss aufgefordert, eine Software zu entwickeln, die Sicherheitsmaßnahmen in iOS außer Kraft setzt.

Apple wolle die Welt durch die eigenen Produkte ändern, so Cook. Besonders stolz sei er auf Produkte, die Nutzern die Fähigkeit geben bestimmte Dinge zu tun, die sich vorher nicht machen konnten – etwa durch Bedienungshilfen.

In den längeren Fernsehinterview mit Mad Money hatte der Apple-Chef zuvor erklärt, der Aktiensturz sei eine “gewaltige Überreaktion” der Wall Street. Zudem stellte Cook "großartige Innovationen" in Aussicht. (lbe)