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Apple-Emojis kamen anfangs von einer Praktikantin – und von Steve Jobs

Ohne die ursprünglich aus Japan stammenden Bildzeichen ist Online-Kommunikation heute kaum mehr vorstellbar. Die Designerin Angela Guzman hat nun erzählt, wie die Ideogramme in iOS einst entstanden.

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Apple-Emojis kamen anfangs von einer Praktikantin – und von Steve Jobs

iPhone mit frühen Emojis.

(Bild: Angela Guzman / Apple)

Wie kam es dazu, dass sich Emojis in der Alltagskommunikation im Internet durchsetzten? Die ursprünglich aus Japan stammende Bildzeichentechnik wurde anfangs im Westen vor allem von Apple gepusht. Wie es dazu kam, hat nun eine Gestalterin, die an den ersten 500 iOS-Emojis gearbeitet hat, in einem Posting auf Medium.com verraten.

Angela Guzman war eine Grafikdesignstudentin an der Rhode Island School of Design an der Ostküste der Vereinigten Staaten, als sie 2008 ein Praktikum bei Apple erhielt. Da der Konzern seine "Interns" gerne zu mehr einsetzt als nur zum Kaffeeholen, wurde ihr zusammen mit einem Apple-Designer, den sie in ihrem Posting nur Raymond nennt, die iOS-Anpassung der japanischen Emojis übertragen. Dabei spielte auch der damalige Apple-CEO Steve Jobs eine wichtige Rolle: Er schaute sich jedes einzelne neue Zeichen an und gab sein "Daumen hoch" (oder "Daumen runter").

Die erste Generation der Emojis wurde zunächst nur in Japan eingeführt – da, wo die Bildzeichen bereits auf anderen Handys eingeführt und beliebt waren. Später konnte man sie mit einem Trick dann auch auf Geräten im Westen aktivieren. Inzwischen sind Emojis fester Bestandteil auch von Android und Windows sowie macOS – was auch ihrer Unicode-Standardisierung zu verdanken ist.

Zu den einzelnen Emojis hat Guzman einige lustige Geschichten. So sei es um "jeden Pixel" und "jedes Detail" gegangen, egal ob sie Leder eines Footballs oder die Blätter eines Hibiscus gestaltet habe. Ein paar Abkürzungen nahmen Raymond und Guzman dann aber doch: Das bekannte "Happy Popp"-Emoji sei später als Grundlage für das Eiscreme-Emoji verwendet worden.

Apple ergänzt seine Emoji-Sammlung regelmäßig. So gibt es mittlerweile in vielen iOS-Releases frische Bildzeichen, die zuletzt etwa mehr Diversität und Geschlechtsneutralität brachten, wie der Konzern betont. Er setzt dabei stets die Unicode-Festlegungen um.

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(bsc)