Apple: FBI hat nicht alle Optionen genutzt, iPhone zu knacken

Das Unternehmen argumentiert, die Behörde habe nicht genug getan, um selbst an die Daten vom Smartphone eines Drogenbesitzers zu gelangen.

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(Bild: dpa, Michael Kappeler)

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Apple vs. FBI: Streit über iPhone-Entsperrung

Apple soll dem FBI helfen, das iPhone eines Terroristen zu entsperren – weigert sich aber, da damit die Sicherheit aller User in Frage gestellt würde. Der Streit mit den US-Behörden schlägt hohe Wellen.

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Der Streit zwischen den US-Behörden und Apple über die Entsperrung von iPhones geht weiter. Am Freitag forderte das Unternehmen einen Bundesrichter in New York auf, die jüngste Anfrage des US-Justizministeriums abzulehnen. Die Regierungsbehörde hatte gefordert, Apple solle dem FBI beim Knacken des iPhone 5s eines Drogenhändlers helfen.

Die Rechtsabteilung Apples argumentiert in dem Schreiben an das Gericht, das FBI könne nicht beweisen, die Unterstützung Apples zu benötigen – anders als beim iPhone des Attentäters von San Bernadino habe es nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, selbst an die Daten zu gelangen: In diesem Fall hatte das FBI professionelle Hacker eines externen Unternehmens beauftragt, ein iPhone 5c mit dem stark verschlüsselnden iOS-9-Betriebssystem zu knacken. Das ist gelungen, soll der Behörde bislang allerdings keine "signifikanten" Erkenntnisse gebracht haben.

Auf dem iPhone 5s des New Yorker Drogenhändlers läuft noch das alte Betriebssystem iOS 7: Apple wäre wohl im Stande, an die Daten zu kommen, weigert sich bislang aber. Dass das FBI nicht versucht habe, dieselben Hacker erneut zu beauftragen, zeige, dass es noch nicht genug getan habe, um an die Daten des Drogenbesitzers zu gelangen.

Seit dem San-Bernadino-Fall werden immer wieder Fälle bekannt, in denen US-Behörden Apple zwingen wollen, iPhones von Straftätern zu entsperren. (se)