Menü
Mac & i

Apple: Face-ID-Fail war kein Fail

Bei der Präsentation der iPhone-X-Gesichtserkennung musste Apple-Softwarechef Craig Federighi zu einem Ersatzgerät greifen. Das wäre gar nicht notwendig gewesen, sagt Apple nun.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 14 Beiträge

(Bild: Apple)

Anzeige
Apple iPhone X 64GB grau
Apple iPhone X 64GB grau ab € 799,–

Apple hat Berichten widersprochen, laut denen es bei der iPhone-X-Veranstaltung am Dienstag in Cupertino ein technisches Problem mit dem neuen, gesichtsbasierten Entsperrverfahren Face ID gab. Apple-Softwarechef Craig Federighi versuchte, ein Demogerät zu nutzen, das eigentlich sein Gesicht hätte erkennen sollen – und scheiterte daran. Er griff anschließend zu einem Ersatzgerät, das wie gewünscht funktionierte.

Laut Apple war der "Face-ID-Fail" aber gar kein "Fail" der Technik – sondern ein organisatorisches Problem. Federighis Demogerät sei vor der Keynote von verschiedenen Mitarbeitern gehalten worden, für die Face ID nicht eingerichtet war. Das erkannte das Gerät und tat dann, was es tun sollte, so ein Sprecher gegenüber dem IT-Journalisten David Pogue: Face ID sperren und die Eingabe des PIN-Codes zu verlangen. Damit sichert Apple sein Gerät grundsätzlich ab, wenn die Biometrie nicht arbeitet.

Tatsächlich stellt sich Apples aktuelle Entsperrtechnik Touch ID ähnlich an: Wird zu häufig ein falscher Fingerabdruck aufgelegt, wird automatisch auf das PIN-Code-Verfahren gewechselt – auch um sicherzustellen, dass kein Brute-Force-Angriff auf den Sensor erfolgt oder zu oft mit Abdruckkopien "experimentiert" wird.

Die Apple-Mitarbeiter, die das iPhone X handhabten, realisierten laut Apple nicht, dass das Gerät versuchte, ihr Gesicht dabei zu erkennen. "Nachdem das ein paar Mal fehlschlug, weil sie eben nicht Craig [Federighi] waren, tat das iPhone das, wozu es entwickelt wurde – nämlich das direkte Verlangen nach einem Passcode." Face ID habe wie gewünscht gearbeitet. Das Verfahren erlaubt laut Apple nur maximal zwei Fehlversuche – Touch ID insgesamt fünf. Bislang konnten unabhängige Stellen noch keine Überprüfung vornehmen. Das iPhone X erscheint erst Anfang November.

Oops – und da entsperrte es nicht: Craig Federighi bei der iPhone-X-Keynote (Video: Apple).

(bsc)