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Apple-Finanzchef: Steuernachzahlungen in der EU wären unfair

Luca Maestri hofft, dass der Konzern, dessen Finanzpraxis derzeit von der Europäischen Kommission unter die Lupe genommen wird, keine finanziellen Einbußen erleidet.

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(Bild: dpa, Monica Davey)

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Im Steuerstreit mit der EU-Kommission sieht Apple-Finanzchef Luca Maestri sein Unternehmen auf der sicheren Seite. In einem Interview mit der Financial Times sagte der Chief Financial Officer, bei der aktuellen Untersuchung handele es sich um einen "Fall zwischen der Europäischen Kommission und Irland".

Es sei derzeit nicht abzusehen, welche finanziellen Auswirkungen die Angelegenheit habe und werde die endgültige Entscheidung abwarten. Maestri selbst schätzt, dass Apple keine Steuern nachzahlen muss. "Wenn es ein faires Ergebnis dieser Untersuchung gibt, sollte die Summe Null sein."

Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg hatte im Mitte Januar geschrieben, der Steuerstreit könne Apple bis zu 8 Milliarden US-Dollar kosten. Cupertino selbst warnt in seinen Börsenunterlagen seit mehreren Quartalen vor möglicherweise "erheblichen" finanziellen Belastungen durch Steuernachzahlungen.

Die EU-Kommission untersucht unter anderem, ob Apples aktuelle Steuerpraxis in Irland rechtens ist. Durch eine Vereinbarung mit der Regierung zahlt der Konzern unter anderem nur 2,5 Prozent steuern – obwohl Unternehmen sonst normalerweie 12,5 Prozent löhnen müssen. Die EU-Kommission will nun herausfinden, ob es sich dabei um unerlaubte Beihilfen handelt. Im Dezember wurde die Untersuchung nochmals ausgedehnt. Mit einer Entscheidung ist noch in diesem Jahr zu rechnen.

Apple-Chef Tim Cook sagte zuletzt in einer amerikanischen TV-Sendung, Apple zahle jeden Steuerdollar, den es dem Staat schulde. Der Vorwurf, Apple umgehe Steuerzahlungen in den USA, in dem Umsätze ins Ausland verschoben werden, seien "politischer Mist". (bsc)