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Apple-Investment in Corning für Augmented Reality und Ladetechnik

200 Millionen US-Dollar steckt der iPhone-Konzern in den Glashersteller. Analysten wollen wissen, wozu genau.

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Apple-Investment in Corning für AR und Ladetechnik

Gläser von Corning.

(Bild: Hersteller)

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Apple hat in der vergangenen Woche eine 200 Millionen US Dollar schwere Finanzspritze für die amerikanischen Produktionsstätten des Glasherstellers Corning angekündigt. Unklar ist bislang, in was der Konzern die Gelder aus dem sogenannten Advanced Manufacturing Fund, mit dem Apple moderne Fabriken in den USA fördern will, investieren wird. Bislang stellt Corning unter anderem Display-Gläser für iOS-Geräte her – und das laut eigenen Angaben seit zehn Jahren.

Ein Analyst glaubt nun zu wissen, wohin bei Corning und Apple die Reise geht. Statt einfach nur die Touchscreens für iPhone oder iPad zu optimieren, soll der Glasproduzent Apple bei seinen Augmented-Reality-Projekten unterstützen. Angeblich plant der Konzern die Herstellung von eigenen AR-Brillen – entsprechende Experimente sollen bereits laufen. 2018 könnten erste Geräte erscheinen.

Patrick Moorhead, Apple-Experte bei Moor Insights, glaubt weiter, dass Apple sich für das Geld exklusives Geistiges Eigentum von Corning sichern will, um anderen Unternehmen die Nutzung der Produkte des Herstellers zu erschweren. Tatsächlich stellt Corning mit seinem Gorilla Glass schon seit langem auch Display-Gläser für Android-Smartphones her.

Ein anderer Analyst, Andrew Uerkwitz vom Bankhaus Oppenheimer, sagte gegenüber dem US-Börsensender CNBC, Apple könnte die Corning-Technik auch für die Produktion von iPhones nutzen, die ein drahtloses Laden unterstützen. Diese Fähigkeit soll das iPhone mit der für den Herbst geplanten neuen Generation bereits erhalten. Corning könnte stabile Rückenteile für das iPhone aus Glas oder Keramik produzieren, die Ladeströme durchlassen. Aktuell setzt Apple beim iPhone 7 und seinen Vorgängern bis hinunter zum iPhone 5 auf eine rückseitige Abdeckung aus Metall.

Apples Advanced Manufacturing Fund ist mit insgesamt einer Milliarde Dollar gefüllt. Die nächsten Geldempfänger sollte der Konzern in den kommenden Monaten bekanntgeben. (bsc)