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Apple-Manager äußert sich zu fatalem iOS-8.0.1-Bug

Das erste Update für iOS 8 sorgte dafür, dass Besitzer von iPhone 6 und 6 Plus ihr Gerät kaum mehr nutzen konnten. Vizepräsident Greg Joswiak erläutert bei einem Interview nun Hintergründe – und sprach auch über andere Apple-Themen.

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Als am 24. September mit der Verteilung von iOS 8.0.1 begann, deuteten sich nach kurzer Zeit massive Probleme an. Ausgerechnet Besitzer der brandneuen Geräte iPhone 6 und 6 Plus mussten nach der Installation feststellen, dass wichtige Hardwarekomponenten schlicht nicht mehr funktionierten. So gab es weder Netzempfang noch war der Fingerabdrucksensor (Touch ID) zu gebrauchen, so dass sich die Geräte nur noch durch die Eingabe des Passcodes entsperren ließen. Betroffene mussten auf iOS 8 downgraden; ein Bugfix-Update iOS 8.0.2 kam erst zwei Tage später.

Greg Joswiak, seines Zeichens Vizepräsident für das iPhone-Marketing bei Apple, äußerte sich nun bei einem Interview auf der "Code Mobile"-Konferenz des IT-Blogs Recode im kalifornischen Half Moon Bay erstmals zu den Hintergründen des schwerwiegenden Problems. Demnach soll nicht die Software selbst, also iOS 8.0.1, das Problem gewesen sein, "sondern die Art, wie sie verteilt wurde" beziehungsweise wie die Software "verpackt" gewesen und über die Server verschickt worden sei. Apple tue das "sehr leid".

Joswiak räumte ein, dass Fehler passieren könnten, wenn man Software herausbringe und "sehr fortschrittliche Dinge" tue. Apple versuche aber dann, sie sehr schnell zu beheben. Nach dem iOS-8.0.1-Fiasko hatte es Berichte gegeben, wonach Apples Testverfahren aufgrund des Zwanges zur Geheimhaltung im Unternehmen problembehaftet sein können.

Vom iOS-8.0.1-Bug waren ausgerechnet Apples aktuelle iPhones betroffen.

(Bild: dpa, Vincent Jannink)

Joswiak sprach auch über andere Themen, darunter die Verkaufsverteilung zwischen iPhone 6 und 6 Plus. Trends könnten noch nicht erkannt werden, weil Apple derzeit jedes Gerät verkaufe, das die Firma herstelle. Außerdem erklärte er, Apple werde weder "billige iPhones noch billige Macs" bauen. Es gehe stets um das beste Produkt. Zu Apple Pay sagte Joswiak, Apple ginge es bei seinem Bezahldienst darum, die Nutzererfahrung zu verbessern, dabei aber gleichzeitig die Menge persönlicher Informationen, die übertragen werden, zu minimieren.

Auf die direkte Nachfrage, ob Apples im Frühjahr erscheinende Computeruhr Apple Watch Tausende Dollar kosten könne, wie Gerüchte besagen, meinte Joswiak, ein "breiterer Preisbereich" erlaube es Kunden, "die beste Option für sich zu wählen". Ein Dementi war das nicht. (bsc)