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Apple-Music-Chef: Kostenlose Musik "ein Problem"

Die Rechteinhaber müssen etwas gegen werbefinanzierte Musikangebote wie YouTube und Spotify unternehmen, erklärte Apple-Manager Jimmy Iovine. Die Nutzer wüssten sonst nicht, warum sie für ein Streaming-Abo bezahlen sollten.

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(Bild: dpa, Sebastian Kahnert)

Apple-Music-Chef Jimmy Iovine hat Stellung gegen Gratis-Musikangebote im Netz bezogen: Die Rechteinhaber müssen “etwas unternehmen”, denn eine Menge kostenloser Musik sei verfügbar und “das ist ein Problem”, erklärte Iovine in einem Interview mit Buzzfeed in Bezug auf werbefinanzierte Angebote von YouTube und Spotify. Es gebe genug Gratismusik, dass sich Nutzer fragen, warum sie überhaupt ein Abonnement für einen Streaming-Dienst abschließen sollen, meint Iovine.

Die Musikindustrie schießt sich seit längerem auf YouTube ein, über 80 Prozent der Nutzer verwenden den Dienst einer Studie zufolge, um Musik zu hören. Dadurch würden Käufe vermieden, argumentieren die Labels. Apple bietet keine Gratisstufe für Apple Music an, allerdings eine kostenlose Probephase von drei Monaten, die sich bei Buchung über Mobilfunkanbieter auf ein halbes Jahr erstreckt.

Die Kritik an Exklusiv-Deals mit Künstlern wies Iovine im Interview zurück, Apple Music werde weiterhin auf dieses Modell setzen. Niemand könne wisse, ob die Fragmentierung des Angebotes durch verschiedene Exklusivtitel bei den Streamingdiensten langfristig der Branche schade. Möglicherweise schließen Nutzer letztendlich mehrere Abos bei verschiedenen Diensten ab, wie es im TV-Bereich schon der Fall sei.

Für die automatische Erstellung von Wiedergabelisten berücksichtigt Apple laut Buzzfeed die über Jahre in iTunes gesammelten Daten zum Verhalten einzelner Nutzer, darunter die Bewertungen und die Abspielzahl einzelner Songs. Darauf basierend stellen die neuen Mix-Angebote Musiktitel zusammen. Apple plane, “noch personalisiertere Wiedergabelisten” einzuführen. (lbe)