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Apple Music: Keine Freimonate mehr in der Schweiz

Bislang konnte der Streamingdienst drei Monate in allen Ländern gratis ausprobiert werden. Im Alpenland sowie weiteren Regionen ist das künftig nicht mehr der Fall.

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Apple Music: Keine Freimonate mehr in der Schweiz

Apple-Music-Bestellseite in der Schweiz.

(Bild: Screenshot Apple.com)

Nachdem Apples wichtigster Musikmanager Jimmy Iovine kürzlich gefordert hatte, die Plattenfirmen müssten kostenpflichtige Streamingdienste attraktiver machen, indem sie Gratisangebote einschränkten, lässt der Konzern nun Taten folgen: In der Schweiz und mindestens zwei weiteren Ländern hat Apple nun die Gratis-Testphase für Apple Music abgeschafft.

Mindestens in drei Ländern

Bislang konnte der Streamingdienst in den über 100 Ländern, in denen er verfügbar ist, jeweils drei Monate kostenlos ausprobiert werden. Stattdessen muss der Nutzer nun in der Schweiz knapp einen Franken entrichten – eher eine Schutzgebühr, aber dennoch wohl ein Symbol, dass Apple Music künftig augenscheinlich nicht mehr durch ein großzügiges Gratisangebot "entwertet" werden soll. Auch in Spanien hat Apple die Probephase kostenpflichtig gemacht: Hier werden 99 Euro-Cent für die drei Monate fällig. Als drittes Land ist Australien mit rund einem australischen Dollar betroffen. Ob weitere folgen, bleibt abzuwarten.

In Deutschland bleibt es zunächst beim Gratis-Angebot – hier kann der Nutzer nach Anmeldung per Apple-ID und Hinterlegung eines Zahlungsmittels drei Monate lang kostenlos hören sowie die bei Apple Music zunehmend verfügbaren Videos ansehen. Danach werden knapp 10 Euro im Monat für ein Einzelabo fällig. Einen Gruppentarif ("Familienmitgliedschaft") gibt es auch: Dieser kostet 15 Euro für maximal sechs Personen.

Günstiger mit Gutscheinen

Geld sparen kann man bei Apple Music, in dem man sich iTunes-Gutscheine besorgt, die regelmäßig verbilligt etwa bei Supermärkten angeboten werden – und dann das Abo in einem Rutsch oder aus dem Guthaben zahlt. Zudem bietet Apple ab und an auch vergünstigte Verlängerungen für jene an, die gleich für ein ganzes Jahr abonnieren.

Es ist unklar, was Apple – neben Iovines Ansage – konkret zu dem Schritt veranlasst hat. Denkbar ist aber, dass sich der Konzern (auch) von Spotify inspirieren lässt. Dort gibt es zwar weiterhin einen werbefinanzierten Gratisdienst (der bei Apple Music komplett fehlt), wer Spotify Premium ausprobieren möchte, zahlt für drei Monate aber ebenfalls 99 Cent. (bsc)