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Apple Music: MTV als Vorbild

Exklusiv-Deals und Partnerschaften mit Künstlern sollen den Streaming-Dienst des iPhone-Herstellers so relevant machen wie “MTV in den 80er- und 90er-Jahren”.

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Rapper Drake bei der Einführung von Apple Music

(Bild: dpa, Christoph Dernbach/dpa)

Mit Exklusivtiteln und eigenen Musik- sowie Videoinhalten will Apple den hauseigenen Streaming-Dienst in "den popkulturellen Mittelpunkt" rücken. Als Vorbild diene der Musiksender MTV zu seiner "Glanzzeit in den 80er- und 90er-Jahren", erklärte der für Apple-Music-Inhalte verantwortliche Manager dem Musikmagazin Rolling Stone. Damals habe es sich so angefühlt, "als würden Michael Jackson und Britney Spears dort leben".

Seit der Einführung des Streaming-Diensts vor einem Jahr setzt der iPhone-Konzern auf Partnerschaften mit bekannten Künstlern sowie auf Exklusiv-Deals. Auch bei Video-Drehs greift Apple offenbar verstärkt unter die Arme – oder finanziert Projekte gleich selbst.

Sogar Apple-Chef Tim Cook habe "eine Hand in der Produktion" eines Videos der Künstlerin M.I.A. gehabt, schreibt das Magazin. Angeblich ist eine erste hauseigene TV-Serie geplant unter der Beteiligung von Dr. Dre, inzwischen selbst ein Apple-Angestellter.

Für iOS 10 hat Apple eine umfassende Neugestaltung des Musikdienstes angekündigt, die Bedienung der überfrachteten Musik-App soll deutlich einfacher werden. Apple Music zählt ein Jahr nach dem Start 15 Millionen zahlende Abonnenten. Der Dienst ist prominent in der Musik-App integriert, die auf mehreren Hundert Millionen iOS-Geräten vorinstalliert ist. Konkurrent Spotify kann auf rund 30 Millionen zahlende Nutzer verweisen – sowie weiteren 70 Millionen Gratis-Hörer, die durch Werbung Geld einbringen sollen. (lbe)