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Apple Music im Visier der Kartellwächter

Schon vor dem Start des Streaming-Dienstes haben auch zwei US-Staatsanwälte eine Untersuchung eingeleitet. Sie wollen prüfen, ob Apple seine Marktmacht in den Verhandlungen mit Plattenfirmen missbraucht hat.

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Rapper Drake

Rapper Drake bei der Ankündigung von Apple Music

(Bild: dpa, Christoph Dernbach/dpa)

Zwei US-Staatsanwaltschaften untersuchen die Verhandlungen zwischen Apple und den Plattenfirmen über den für Ende Juni angekündigten Streaming-Dienst "Apple Music". Die Generalstaatsanwälte von New York und Connecticut prüfen einem Bericht der New York Times zufolge, ob Apple Druck auf die Labels ausgeübt hat, um Gratis-Angebote bei Konkurrenten wie Spotify einzustellen.

Der Musik-Konzern Universal Music Group hat sich in einem von der Zeitung veröffentlichten Anwaltsschreiben bereits zur Zusammenarbeit mit den Behörden bereit erklärt und betont, man habe keinerlei Absprachen mit dem iPhone-Hersteller über eine Einstellung von Freemium-Angeboten bei anderen bei Musik-Streaming-Diensten getroffen. Apple Music kostet 10 Dollar pro Monat, lässt sich die ersten drei Monate aber gratis ausprobieren, zudem können Nutzer verschiedene Bestandteile des Dienstes kostenlos verwenden.

Neben den Staatsanwaltschaften hat offenbar auch die EU-Kommission eine informelle Untersuchung zu eventuellen Absprachen bei Freemium-Streaming eingeleitet, auch das US-Justizministerium ist angeblich bereits in der Angelegenheit aktiv.

Die Generalstaatsanwälte von New York und Connecticut hatten zuvor schon Apples Einstieg in das E-Book-Geschäft geprüft; 2013 wurde der Konzern wettbewerbswidriger Preisabsprachen für schuldig befunden, das Verfahren ist in Berufung. (lbe)