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Apple Music lockt Nutzer mit zusätzlichem Testmonat

Wer nach drei Monaten das Gratis-Probeabo kündigt, bekommt unter Umständen weitere 30 Tage mit dem Streamingdienst geschenkt. Der Konzern hatte kürzlich 40 Millionen User verkündet.

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Apple Music

Der Musik-Streamingdienstes Apple Music bekommt einen deutschen Chef.

(Bild: dpa, Lukas Schulze)

Apple will von Nutzern, die Apple Music zwar drei Monate lang kostenlos testen, dann aber nicht abonnieren, offensichtlich nicht so schnell ablassen. Nutzer in den USA melden, dass sie nach einiger Zeit eine Werbe-Benachrichtigung auf ihr iOS-Gerät erhalten hätten, in der Apple weitere vier Gratiswochen verspricht.

Es blieb zunächst unklar, ob die Aktion auch hierzulande läuft. In Amerika werden Nutzer auf eine Website geleitet, auf der es heißt, man müsse nur auf "Redeem" (Einlösen) klicken, um einen weiteren Kostenlosmonat zu erhalten: "Ohne Verpflichtung. Jederzeit abbestellbar." Die Aktion läuft laut der Seite noch bis zum 27. Mai. Nach dem Klick wird man in die Musik-App geleitet, wo das Gratisabo dann wieder startet. "Haben Sie uns vermisst?", bewirbt Apple die Kampagne.

Apple hat laut eigenen Angaben mittlerweile 40 Millionen zahlende Kunden, die im Monat 10 Euro für den Service bezahlen. Er bietet 45 Millionen Songs. Spotify hat aktuell rund 73 Millionen Paid-Nutzer, darüber hinaus aber auch viele Verwender eines werbefinanzierten Gratisdienstes, den es bei Apple nicht gibt. Das Kostenlosangebot war von Spotify erst kürzlich aufgewertet worden, so können Gratis-Nutzer demnächst Songs in Wiedergabelisten mobil direkt abspielen – unter iOS wie Android.

Analysten trauen Apple Music in den kommenden Jahren ein signifikantes Wachstum zu. Der Konzern kann dabei auf sein riesiges Reservoir an Apple-ID-Besitzern mit hinterlegter Kreditkarte zurückgreifen.

Zudem bedient sich Apple den Möglichkeiten von iOS: So wird man in der Musik-App direkt auf Apple Music hingewiesen. Auch die Gratismonat-Aktion wird über iPhone-Systemdienste realisiert. Spotify und Co. hatten Apple häufig kritisiert, seine Position als Betreiber der Plattform – darunter den App Store – zu missbrauchen. So verlangt Apple von Spotify und anderen Streaminganbietern 30 Prozent Provision für abgeschlossene Abos. (bsc)