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Apple Music verliert angeblich Frontmann

Vier Jahre nach der milliardenschweren Übernahme von Beats will sich der für Apples Musik-Streaming-Dienst zuständige Manager Jimmy Iovine einem Bericht zufolge aus dem Tagesgeschäft zurückziehen.

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Apple Beats

Apple kaufte Beats im vergangenem Jahr für rund drei Milliarden Dollar.

(Bild: dpa, David Ebener)

Apple Music muss künftig offenbar ohne das Zugpferd Jimmy Iovine auskommen: Der altgediente Musikmanager wird sich im Sommer aus dem Tagesgeschäft zurückziehen, wie das Wall Street Journal unter Verweis auf informierte Personen berichtet, Iovine werde ab August nur noch in einer Beraterrolle für Apple tätig sein.

Der Manager ist einer der letzten bei Apple verbliebenen prominenten Musikmanager, die mit der 3-Milliarden-Dollar-Übernahme von Beats im Jahr 2014 zu dem iPhone-Konzern wechselten: Beats-Chef Ian Rogers, Beats-Mitgründer und Rapper Dr. Dre sowie der Musiker Trent Reznor, Frontmann von Nine Inch Nails, hätten Apple bereits verlassen oder sich von dem Unternehmen distanziert, schreibt das Wirtschaftsblatt.

Gerüchte über Iovines Abgang gab es schon im Januar 2018, der Manager erklärte damals, er sei “Mitglied der Band” und sehe sich dem Musik-Streaming-Dienst weiter verpflichtet.

Nach der Beats-Übernahme: Jimmy Iovine, Tim Cook, Dr. Dre und Apples Content-Chef Eddy Cue (von links nach rechts).

(Bild: Apple)

Der Rückzug des Musikmanagers werfe die Frage auf, welchen bleibenden Wert die Beats-Übernahme für Apple hat, merkt die Wirtschaftszeitung an: Apple Music zählt knapp drei Jahre nach der Einführung inzwischen 38 Millionen zahlende Abonnenten und liegt damit weiterhin deutlich hinter den Hauptkonkurrenten Spotify – obwohl Apples Streaming-Dienst prominent in der vorinstallierten Musik-App auf jedem iPhone präsent ist. In den USA schließt Apple Music Berichten zufolge inzwischen allerdings zu Spotify auf.

Die von Apple weiter unter der Marke Beats vertriebenen Kopfhörer haben Marktforschern zufolge in den USA leicht an Marktanteil verloren, dieser sei von gut 40 Prozent im Jahr 2014 auf inzwischen 37 Prozent zurückgegangen – nicht zuletzt durch die unter Apples eigenem Logo verkauften Funkkopfhörer AirPods. Einem Bericht zufolge plant das Unternehmen im weiteren Verlauf auch Bügelkopfhörer mit Apple-Logo auf den Markt zu bringen, diese könnten weiter an den Beats-Verkäufen nagen. (lbe)