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Apple-Patent: Infrarot-Sender deaktiviert iPhone-Kamera

In einer frisch erteilten Patentschrift erörtert der iPhone-Hersteller eine Technik, durch die sich eine Kamera mithilfe von Infrarot-Sendern aus der Ferne manipulieren lässt.

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(Bild: Apple-Patent)

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Apple hat ein Patent für eine Kamera erhalten, die auch Infrarot-Daten verarbeiten kann. Dies mache es nicht nur möglich, auf "sichtbarem Licht basierende Bilder" aufzuzeichnen, sondern zudem per Infrarot übermittelte Daten mit der Kamera zu erfassen, führt der Konzern in dem nun vom US-Patent- und Markenamt erteilten Patent mit der Nummer 9,380,225 aus.

Mit einem Infrarot-Sender werde es dadurch möglich, die Kamera des iPhones – oder eines anderen Mobilgerätes – zu manipulieren. Auf diese Weise könnten zusätzliche Informationen an den Nutzer übermittelt werden, beispielsweise zu Ausstellungsstücken in einem Museum. Auch das Hinzufügen eines Wasserzeichens zu Fotos führt Apple als mögliche Funktion auf.

Das System soll aber auch in der Lage sein, bestimmte Funktionen des Gerätes zu deaktivieren: Ein Infrarot-Sender könnte beispielsweise an einem Ort installiert werden, an dem das Aufnehmen von Fotos und Videos verboten ist, führt das Unternehmen als Beispiel ins Feld – die Kamera werde dadurch dann deaktiviert.

Ob Apple die konkrete Umsetzung einer derartigen Technik plant, bleibt offen, nur die allerwenigsten Patente und Patentanträge des Konzerns enthüllen konkrete Funktionen. Den Antrag für das nun erteilte Patent mit dem langen Titel "Systems and methods for receiving infrared data with a camera designed to detect images based on visible light" hat Apple am 22. September 2014 eingereicht. Es handelt sich um die Erweiterung eines bereits bestehenden Patentes, das ursprünglich 2009 angemeldet wurde. Zugeteilt wurde das neue Patent Apple am 28. Juni 2016. (lbe)