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Apple-Patentantrag: Das iPhone als E-Personalausweis

Apple erwägt, elektronische Ausweisdokumente im Secure Element des iPhones zu speichern.

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Apple iPhone

(Bild: dpa, Caroline Seidel)

Apple arbeitet daran, das iPhone zum elektronischen Ausweis zu machen: Eine Importierfunktion könne die Daten eines E-Personalausweises per Nahfunk einlesen und geschützt im “Secure Element” des Gerätes speichern, wie Apple in einem nun vom US-Patent- und Markenamt veröffentlichten Patentanmeldung ausführt. Die Speicherung erfolge erst, wenn die ausstellende Behörde dafür die Erlaubnis erteilt, merkt der Konzern an, dies könne zum Beispiel über eine Zertifikatsignierungsanforderung erfolgen.

Anschließend könne das iPhone dann dazu dienen, um sich auszuweisen. Die vertraulichen Daten sollen zusätzlich durch die Erfassung biometrischer Daten des Nutzers geschützt werden, heißt es in dem Antrag, ein vom iPhone erfasster Fingerabdruck könnte etwa zusätzlich herangezogen werden, um diesen mit den auf dem E-Personalausweis gespeicherten Fingerabdrücken zu vergleichen.

Das iPhone soll Apples Patentanmeldung zufolge die persönlichen Daten per NFC ausgeben – etwa an ein Lesegerät am Flughafen.


Die so auf dem iPhone gespeicherten Ausweisdaten könnten für verschiedene Zwecke zum Einsatz kommen, schreibt Apple, zum Beispiel zur Authentifizierung an einem elektronischen Lesegerät bei einer Zollkontrolle oder auch einfach zur Altersverifizierung im Handel.

Apple arbeitet offensichtlich daran, den klassischen Geldbeutel überflüssig zu machen: Mit dem Bezahldienst Apple Pay lässt sich das iPhone bereits als Zahlungsmittel einsetzen, demnächst auch in Deutschland. Ab iOS 12 soll es außerdem an ersten Universitäten den Studentenausweis ablösen und verschiedene damit verknüpfte Funktionen bereitstellen, etwa den Zugang zu bestimmten Bereichen der Universität zu gewähren oder das Essen in der Mensa zu bezahlen.

Das Secure Element ist ein nach Branchenstandards zertifizierter Spezialchip, der für das kontaktlose Bezahlsystem Apple Pay zum Einsatz kommt und die Kartennummern verwaltet – auf dem Chip werden Java-Applets ausgeführt, wie Apple erklärt. (lbe)