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Apple-Patentantrag: Kennzeichnung für Autokorrektur-Fehler

Um Missverständnisse und Peinlichkeiten durch automatisch von iOS veränderte Wörter zu vermeiden, soll das System die Korrekturen jeweils kennzeichnen, schlägt der iPhone-Hersteller in einem Patentantrag vor.

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(Bild: Patentantrag)

Apple zieht anscheinend eine erweiterte Bedienoberfläche in Betracht, die von der Autokorrektur in iOS vorgenommene Änderungen in Texten deutlich macht. Dies geht aus einem am Donnerstag vom US-Patent- und Markenamt veröffentlichten Antrag des iPhone-Herstellers hervor. Bei der automatischen Korrektur können nämlich ungewollte Fehler auftreten und den Empfänger einer Nachricht verwirren, führt das Unternehmen an.

Um derartige Missverständnisse nicht umständlich durch zusätzliche Nachrichten ausräumen zu müssen, schlägt Apple eine Markierung der automatisch veränderten Wörter im Text vor. Diese Hervorhebung könnte etwa dem Sender schon vor dem Abschicken die Möglichkeit geben, die Autokorrektur nochmals manuell selbst zu korrigieren. iOS hebt nicht erkannte Wörter im Text auch jetzt schon hervor – allerdings nicht, wenn diese durch die Autokorrektur "verbessert" wurden.

Zudem zeige das System dem Empfänger die durchgeführte Autokorrektur an. Aus verschiedenen dargestellten Wortalternativen könne dieser den tatsächlich gemeinten Inhalt dann selbst erschließen, ohne erst rückfragen zu müssen – dies sei schließlich lästig und "koste Energie".

Apple sieht dabei auch eine Funktion vor, um eine “Klarstellung” zu senden oder etwa eine iMessage erneut – in korrigierter Form – abzuschicken. Eine Option zur nachträglichen Korrektur oder dem Fernlöschen bereits gesendeter Nachrichten bietet iMessage bislang nicht an.

Ob das Unternehmen konkret plant, die Funktion in iOS zu integrieren, bleibt offen. Den nun veröffentlichten Patentantrag 20160117299 mit dem sperrigen Titel "Device, method, and graphical user interface for visible and interactive corrected content" hat Apple Ende Oktober 2014 eingereicht. (lbe)