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Apple Pay hat außerhalb der USA zu kämpfen

Der Bezahldienst kann nur langsam in neuen Ländern Fuß fassen: Technische Probleme, Widerstand von Banken und Desinteresse der Nutzer sind einem Bericht zufolge die Hindernisse.

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(Bild: Apple)

Der globale Ausbau von Apple Pay steckt anderthalb Jahre nach der Einführung noch in den Kinderschuhen: Im vergangenen Jahr haben Nutzer einer Schätzung zufolge Einkäufe im Wert von 10,9 Milliarden Dollar mit dem Bezahldienst getätigt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet – der bei weitem größte Teil davon in den USA. Dieser Betrag sei allerdings geringer als das jährliche Transaktionsvolumen in Kenia, einem "Pionier bei mobilen Bezahldiensten".

Bei der Einführung in weiteren Ländern ist Apple dem Bericht zufolge auf verschiedene Hindernisse gestoßen: In Australien habe etwa ein technisches Problem die Bezahlung mit den Karten einer Bank bei manchen Händlern verhindert. "Wie bei alle großen technischen Änderungen braucht es Zeit", erklärte die Apple-Pay-Chefin gegenüber Reuters.

Neben dem Widerstand lokaler Banken, die ihre eigenen Dienste einführen wollen, stößt Apple Pay auch bei Nutzern mitunter auf zögerliches Interesse, schreibt die Nachrichtenagentur. In Ländern, in denen kontaktlose Zahlungen längst an der Tagesordnung seien, registrieren viele Nutzer ihre Karte offenbar erst gar nicht für Apple Pay.

Apple arbeitet derzeit "rasant" daran, den Dienst in weiteren Ländern einzuführen, auch Europa soll im Fokus stehen. Den Konkurrenten Android Pay und Samsung Pay ist Apple derzeit voraus, sie sind erst in zwei beziehungsweise drei Ländern verfügbar – Apple Pay inzwischen in sechs, darunter Nordamerika, China, Großbritannien und Australien.

Der Dienst leistet bislang noch keinen "bedeutenden finanziellen Beitrag", erklärte Apples Finanzchef jüngst – auf lange Sicht könne Apple Pay aber zu einem "interessanten Geschäft" werden. Das Transaktionsvolumen sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nun mehr als fünf Mal so hoch, konkrete Zahlen nannte Apple nicht. In den USA erhält Apple offenbar bis zu 0,15 Prozent jeder Transaktion. In anderen Ländern musste der Konzern diesen Anteil aber wohl senken, um sich die Unterstützung von Banken zu sichern. (lbe)