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Apple Pay in der Schweiz verfügbar

Der kontaktlose Bezahldienst für iPhones und die Apple Watch kann nun auch im Alpenland genutzt werden – mit Visa und Mastercard. Es gibt allerdings Einschränkungen. Und Verbraucherschützer halten nichts von monopolartigen Einschränkungen.

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Apple Pay

(Bild: dpa, Monica Davey)

Apple baut die Verfügbarkeit seines iPhone- und Apple-Watch-Bezahldienstes in Europa aus. Apple Pay startete am Donnerstag wie erwartet in der Schweiz. Mit dem Dienst kann per Apple-Smartphone oder der Computeruhr des Konzerns in Läden an Kassen bezahlt werden, die kontaktlose Kreditkarten unterstützen. Aktuell seien das rund 100.000 Terminals landesweit, erklärte der Chef von Mastercard in der Schweiz, Guido Müller. Die Industrie rüstet schrittweise alle Kassen-Terminals entsprechend um. Visa-Karten werden ebenfalls unterstützt, es nehmen zunächst die Finanzinstitute Bonus Card, Cornercard und SwissBankers teil.

Auf der offiziellen Liste der Geschäfte, die Apple Pay in der Schweiz annehmen, stehen neben Apple selbst die Supermärkte Aldi, Lidl, Spar und Avec, der Cash & Carry-Abholmarkt TopCC, die Kioskbetreiber KKiosk und P&B und der Mobiltelefonverkäufer Mobilezone. Einige Luxusmarken konnte Apple auch überzeugen: Louis Vuitton nimmt Apple Pay ebenso an wie die Uhrenshops von Hublot und TagHeuer. Zudem gebe es "Zehntausende weitere Geschäfte", die unterstützt würden.

Apple Pay war in Europa bisher nur in Großbritannien verfügbar. Der Start in der Schweiz und in Frankreich war ohne konkreten Termin vor knapp einem Monat auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC angekündigt worden. Darüber, wann Apple Pay in Frankreich eingeführt wird, wurden bisher keine konkreten Informationen bekannt. Zu einer deutschen Markteinführung schweigt sich Apple ebenfalls aus, der Konzern scheint auf Widerstand hiesiger Banken zu stoßen.

Neben dem Einkauf in Ladengeschäften will Apple über seinen Service auch bei Online-Einkäufen auf einem Computer im Browser Safari bezahlen lassen – mit dem neuen macOS Sierra. Die Zahlung wird dabei statt Passwort oder PIN-Code per Fingerabdruck auf einem verbundenen iPhone bestätigt. Mindestvoraussetzung für Apple Pay ist iPhone 5 oder höher.

In der Schweiz hat Apple unterdessen mit Verbraucherschützern zu kämpfen. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) sieht ein "Monopol" bei Apple Pay, weil der iPhone-Produzent seine NFC-Funktion für keine anderen Bezahldienste freischaltet. Die SKS hat deshalb wegen "Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung" eine Beschwerde an die Wettbewerbskommission gerichtet. (mit Material von dpa) / (bsc)