Apple Pay startet bei Volks- und Raiffeisenbanken

Nach langer Wartezeit sind nun auch die Genossenschaftsinstitute beim iPhone-Bezahldienst dabei. Allerdings gibt es aktuell noch Probleme.

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Apple Pay gibt's in Deutschland schon seit Winter 2018.

(Bild: dpa, Lino Mirgeler/dpa)

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Die Wartezeit für Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken, die mobile Apple-Produkte einsetzen und gerne mit diesen bezahlen wollen, hat endlich ein Ende: Seit Dienstag ist es nun offiziell möglich, Apple Pay mit den Kreditkarten der Geldinstitute einzusetzen. Dazu notwendig ist die jüngste Version 20.13.2 der VR-Banking-App, über die der Abgleich erfolgt.

In der Anwendung selbst findet sich ein mit "Neu" gekennzeichneter Hinweis auf Apple Pay. Klickt man diesen an, landet man in Apples Wallet-App, wo man die Karte dann hinzufügt. Dazu wählt man zunächst das Institut aus – Volks- und Raiffeisenbanken tauchen nun offiziell in der Liste auf. Anschließend lässt sich die Karte mit der Kamera des iPhone einscannen.

Teilweise werden der Name des Besitzers und das Ablaufdatum nicht korrekt übernommen; beides muss man dann händisch korrigieren. Anschließend ist noch das Ablaufdatum einzugeben und ein Abgleich mit den Servern der IT-Tochter der Genossenschaftsinstitute vorzunehmen.

Erfolgreichz war das vorgehen bislang mit Visa- als auch mit Mastercard-Karten. Diese können dann sowohl auf dem iPhone als auch mit der Apple Watch verwendet werden, zudem lässt sich Apple Pay für Online-Käufe auf dem Mac sowie mit dem iPad einsetzen.

Allerdings gibt es aktuell noch Fehlermeldungen bei Kunden mancher Volksbanken. In der Mac & i-Redaktion gelang es außerdem nicht, eine Business-Karte der Volksbank zu hinterlegen – hier wurden wir gebeten, es später noch einmal zu versuchen, zudem tauchten keine Nutzungsbedingungen auf. Eine Anfrage an die Pressestelle des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) blieb zunächst unbeantwortet.

Die Volks- und Raiffeisenbanken waren eines der letzten großen Geldhäuser in Deutschland, die Apple Pay noch nicht unterstützt hatten. Auch die lange zögerlichen Sparkassen sind seit Ende 2019 dabei. Was nach wie vor nicht mit dem Service funktioniert, sind die Girocards – hier scheinen Apple und die Banken an einer Lösung zu arbeiten. Bislang lässt sich das eigene Girokonto ohne Kreditkarte nur bei Google Play über eine Verbindung von Google Pay mit PayPal einsetzen.

Aktuell in der Corona-Krise sind kontaktlose Bezahldienste gefragt wie nie. Apple Pay hat zudem wie Google Pay den Vorteil, dass man auch größere Einkäufe (über 50 Euro) tätigen kann, ohne dass man eine PIN eingeben müsste – die biometrische Identifizierung des Nutzers erfolgt auf dem Smartphone.

[Update 21.04.20 10:55 Uhr:] Business Cards werden laut BVR-Pressestelle aktuell nicht unterstützt – warum das so ist, blieb zunächst offen. Weiterhin sollen technische Probleme, die es beim Aufschalten der 850 Banken gegeben haben könnte, "mittlerweile behoben" sein. Das gilt für Volksbanken und Raiffeisenbanken ebenso wie für BB Bank und die PSD-Banken. Bei den Sparda Banken sei die Situation aktuell "uneinheitlich und abhängig vom IT-Dienstleister".

[Update 21.04.20 11:52 Uhr:] Laut Angaben der BVR-Pressestelle wird die DZ BANK, die die Business Cards für die Volks- und Raiffeisenbanken verwaltet, "das Thema nach der Markteinführung [der Privatkundenkarten für Apple Pay] angehen". Ein Termin sei noch nicht nennbar.

(bsc)