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Apple: Schnellere iMacs und ein iMac Pro mit bis zu 18 Kernen

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC zeigte Apple seine neuen iMacs mit Kaby-Lake-Prozessoren, verbesserter Grafik – und VR-Unterstützung. Auch ein High-End-Modell wurde angekündigt.

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Auf der WWDC in San Jose (siehe Mac & i-Liveticker) stellte Apple verbesserte iMacs und einen dunkelgrauen iMac Pro in der Workstation-Klasse vor. Letzterer soll bis zu 18 CPU-Kerne mitbringen und ist erst ab Dezember zu haben. Er soll mindestens 5000 US-Dollar kosten und der "schnellste Mac aller Zeiten" sein.

Der iMac Pro hat einen 5K-Bildschirm eingebaut und kann zwei weitere externe 5K-Displays ansteuern. Zusammen ergeben sie dann eine Auflösung von 44 Millionen Pixeln. Der iMac Pro besitzt vier Ports mit Thunderbolt 3, eine FaceTime-Kamera mit 1080p, 10-GBit-Ethernet, eine SSD mit bis zu 4 TByte Kapazität und 3 GByte/s Durchsatz sowie – erstmals bei Apple – bis zu 128 GByte RAM (2666 MHz DDR4 ECC). Die neue Radeon-Pro-Vega-Grafik wird von 16 GByte VRAM unterstützt. Beim Prozessor handelt es sich vermutlich um einen Skylake-Xenon, der auch ECC-RAM und RDIMMs verträgt.

Apple hat die Lüftung des iMac Pro so ausgelegt, dass sie auch mit der Abwärme von leistungsstarken Xeon-Prozessoren fertig wird.

Apple betont, dass der neue Grafik-Chip mit bis zu 11 TeraFLOPS bei einfacher Präzision (22 TeraFLOPS bei halbgenauer Präzision) rechnet und sich somit besonders gut für Echtzeit-3D-Renderings und zum Erstellen von Virtual-Reality-Inhalten eignet. Die VR-Unterstützung wird auch Bestandteil von macOS 10.13 High Sierra sein und auf der neuen Grafik-Engine Metal 2 basieren. Bislang war die Grafik-Hardware von Macs nach Einschätzung von VR-Experten wie Palmer Luckey (Oculus Rift) stets zu langsam für Virtual Reality.

iMac Pro (4 Bilder)

"Der stärkste Mac aller Zeiten."

Die aktualisierten iMacs (ohne Pro) bringen Kaby-Lake-Prozessoren mit bis zu 4,2 GHz mit, die per Turbo Boost 4,5 GHz erreichen. Sie akzeptieren doppelt so viel Arbeitsspeicher wie die Vorgängergeneration. Ein Fusion Drive ist nun Standard bei allen 27"-Konfigurationen und dem großen 21,5"-iMac. Die optionalen SSDs sollen nun um bis zu 50 Prozent schneller sein. Außerdem kommen die iMacs mit Thunderbolt 3 statt 2.

Die dedizierten Grafik-Chips sollen wesentlich leistungsstärker sein. Es werden AMDs Radeon-Pro-Chips der Baureihen 555, 560, 570, 575 und 580 mit bis zu 8 GByte VRAM eingesetzt. Auch sie sollen sich für VR-Inhalte eignen. Eine Star-Wars-Demo in der Unreal-Engine lief mit 90 Frames pro Sekunde. Die iMac-Displays sollen eine Milliarde Farben unterstützen und bis zu 500 Candela/qm hell sein.

Das kleinste Modell mit 21,5-Zoll-Display, 2,3-GHz-Dual-Core-i5-CPU, 8 GByte RAM, Intel Iris Plus Graphics 640 und 1-TByte-Festplatte kostet im Apple Store 1299 Euro. Für 200 Euro mehr gibt es 4K-Auflösung (4096 x 2304 Pixel), einen 3 GHz Quad-Core-i5 und eine Radeon Pro 555 mit 2 GByte Videospeicher. 1699 Euro kostet die Variante mit 3,4 GHz, Radeon Pro 560 und Fusion Drive (Kombination aus SSD und Festplatte).

Das günstigste neue 27-Zoll-Modell kostet 2099 Euro. Dafür bekommt man 3,4 GHz Quad-Core-CPU-Leistung. 200 Euro Aufpreis zahlt man für 3,5 GHz. Beide Modelle haben eine Radeon Pro 570 oder 575 mit 4 GByte Videospeicher. 2599 Euro kostet das bestausgestattete Standardmodell mit 3,8 GHz, 2-TByte-FusionDrive und Radeon 580 (8 GByte VRAM). Alle 27-Zöller stellen 5K Auflösung dar (5120 x 2880 Pixel).

iMac (7 Bilder)

iMac

Die neuen iMacs haben Bildschirme mit 500 Nits (Nit = Leuchtdichte), 35 Prozent heller, 10-Bit-Dithering und fast eine Milliarde Farben.

(jes)