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Apple Stores: Indien ebnet den Weg

Eine Grundsatzentscheidung des indischen Regierungskabinetts gibt Apple die Möglichkeit, doch noch eigene Läden im Land zu eröffnen.

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Apple-Chef Tim Cook auf Indienreise.

(Bild: dpa, Divyakant Solanki)

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Indien hat die Regeln für Unternehmen vereinfacht, die in ihren Geschäften nur Produkte einer einzigen, eigenen Marke verkaufen. Am Montag teilte das Büro von Premierminister Narendra Modi mit, dass diese Zulieferer-Regelung in Zukunft erst nach drei Jahren Präsenz im Land gilt. Die Vorgabe hatte bislang Apples Pläne für hauseigene Ladengeschäfte ausgebremst. Kurz zuvor war der iPhone-Hersteller mit einem Antrag gescheitert, von dieser Regelung ausgenommen zu werden.

In Indien dürfen ausländische Firmen nur unter bestimmten Voraussetzungen ein eigenes Verkaufsnetz aufbauen, das ihnen zu hundert Prozent gehört. So dürfen dort nur Produkte einer einzigen Marke verkauft werden, und mindestens 30 Prozent der Waren oder ihrer Komponenten müssen in Indien hergestellt worden sein. Apple erfüllt diese Kriterien nicht, weil das Unternehmen zurzeit nicht in Indien produziert.

Mit der nun angekündigten Neuregelung wäre Apple zumindest für die ersten drei Jahre im Land von dieser Verpflichtung nicht betroffen. Der Auftragsfertiger Foxconn plant zudem bereits, das iPhone künftig auch in Indien herzustellen. Apple hat zwar bisher einen relativ niedrigen Anteil am indischen Smartphone-Markt, wächst aber stark. Im ersten Quartal 2016 stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 56 Prozent.

Apple sieht das Land als wichtige Chance für weiteres Wachstum: Der indische Smartphone-Markt könnte im kommenden Jahr der zweitgrößte der Welt werden – und die USA überholen. Apple-Chef Tim Cook sieht Indien dort, "wo China vor sieben bis zehn Jahren war". In seiner Rolle als Konzernchef besuchte Cook das Land zum ersten Mal im Mai. Apple hat außerdem Investitionen in Indien angekündigt, darunter ein Entwicklungszentrum für Apple Maps in Hyperabad sowie ein Zentrum für iOS-Entwickler in Bengaluru. (Mit Material der dpa) / (lbe)