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Apple TV: Fernsehdienst lässt auf sich warten

Das Streamingangebot, an dem Apple gerüchteweise seit Jahren werkelt, kommt nicht voran. Apple sei "frustriert", heißt es nun aus der Medienszene.

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(Bild: Apple)

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John Skipper, Präsident des US-Sportsendernetzwerks ESPN, hat sich zu Apples Versuchen, einen eigenen Fernsehdienst für Apple TV aufzusetzen, in einem Interview mit dem Wall Street Journal geäußert. Demnach ist der Konzern momentan "frustriert", dass es ihm nicht gelingt, einen gemeinsamen Weg mit den Inhaltelieferanten zu finden. ESPN selbst sei weiterhin an einer Partnerschaft interessiert.

Apple habe ein "sehr vorteilhaftes" Betriebssystem und eine "großartige Fernseherfahrung" mit Apple TV geschaffen, die sich für Sportsendungen toll eigne. Skipper glaubt auch, dass sich über die Apple-TV-Plattform gut Abos verkaufen ließen. Man setze die Gespräche daher fort. Apple sei es bislang aber nicht gelungen, etwas zu schaffen, das für Apple selbst und die Inhalteanbieter funktioniere.

Aktuell steht zur Debatte, dass Apple in den USA ein Fernsehpaket mit einem einfachen Kanalangebot zu Preisen von 30 bis 40 US-Dollar offeriert. Es könnte auch lokale Sender enthalten. Zuletzt hatte der CBS-Chef Les Moonves gesagt, Apple habe die Bemühungen zunächst gestoppt. Die Pläne verfolgt Cupertino bereits seit mindestens 2009, behaupten Insider.

Ohne zuerst einen US-Dienst zu starten, dürfte ein TV-Angebot Apples auch nicht nach Europa kommen. Üblicherweise startet der Konzern in seinem Heimatmarkt und dehnt Inhalteservices dann auf andere Weltregionen aus. Mittlerweile würde Apple auch mit Netflix und Amazon Prime konkurrieren. Anfang Januar hatte Netflix seine Expansion in 130 weitere Länder angekündigt. (bsc)