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Apple: Teenie-Hacker hatte keinen Zugriff auf persönliche Nutzerdaten

Apple hat einen Einbruch in eigene Systeme bestätigt, Kundendaten seien dadurch aber "zu keinem Zeitpunkt" kompromittiert worden.

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MacBook-Tastatur

(Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand/Archiv)

In Reaktion auf Berichte über ein erfolgreiches Eindringen in Apples interne Computer-Systeme versucht das Unternehmen nun, Nutzer zu beruhigen: Er versichere gegenüber allen Kunden, dass "ihre persönlichen Daten zu keinem Zeitpunkt kompromittiert wurden", teilte ein Sprecher des Konzerns gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Ein australisches Gerichtsverfahren hatte zuvor ans Licht gebracht, dass es einem minderjährigen Hacker gelungen war, im vergangenen Jahr über einen längeren Zeitraum auf Apples Intranet zuzugreifen und dabei angeblich rund 90 GByte an Daten herunterzuladen.

Um welche Inhalte es sich dabei handelt, bleibt weiterhin unklar. Der Apple-Sprecher bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur nur, dass es zu einem "unautorisierten Zugriff" gekommen ist; sein Unternehmen habe diesen entdeckt, eingedämmt und an die Strafverfolgungsbehörden gemeldet.

Der Schüler, bei dem es sich nach Angabe seines Anwaltes um einen "Apple-Fan" handelt, konnte offensichtlich aus dem Haus seiner Eltern in Australien auf Apples interne Systeme zugreifen. Er sei in Besitz von "Authorisation Keys" gelangt und habe über einen Zeitraum von rund einem Jahr Zugriff gehabt, heißt es. Die erfolgreichen Einbrüche habe der Teenager Freunden über WhatsApp mitgeteilt, ob dabei auch heruntergeladene Daten weitergegeben wurden, bleibt vorerst ebenfalls offen.

Die australische Bundespolizei, die den Jugendlichen nach einem Hinweis des FBI aufgespürt hatte, wollte die Angelegenheit gegenüber der Nachrichtenagentur nicht kommentieren. Auch das Gericht nannte keine weiteren Details, außer dass mit einer Urteilsverkündung Ende September zu rechnen ist – der Jugendliche hat sich bereits schuldig bekannt.

Apple hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Probleme mit Leaks sensibler Daten, darunter Quelltext des iOS-Bootloaders iBoot sowie Informationen über das Apple-Car-Projekt, diese gingen aber in beiden Fällen auf Mitarbeiter zurück und nicht auf einen externen Zugriff durch Unbefugte. Details zu unveröffentlichten Produkten wie zuletzt etwa das neue Design des iPad Pro 2018 werden immer wieder auch durch Unternehmen selbst preisgegeben. (lbe)