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Apple-Tochter Beats muss Millionen zahlen

Ein ehemaliger Geschäftspartner von Dr. Dre und Jimmy Iovine, den Gründern des Kopfhörerproduzenten, hat auf Lizenzgebühren geklagt und gewonnen.

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Apple kaufte Beats im Jahr 2014 für rund drei Milliarden Dollar – seine bis dahin teuerste Übernahme.

(Bild: dpa, David Ebener)

Die Gründer von Apples Zubehörtochter Beats Electronics, bekannt für ihre Kopfhörer, Ohrstöpsel und Lautsprecher, haben in einem Rechtsstreit gegen einen ehemaligen Geschäftspartner verloren. Die Musikproduzenten Dr. Dre und Jimmy Iovine, die beide auch schon bei Apple beschäftigt waren, müssen nun gut 25 Millionen US-Dollar, also knapp 21,8 Millionen Euro, an Steven Lamar zahlen. Offenbar fällt auch eine Zahlung für Beats selbst an.

Das Geld soll ausstehende Lizenzgebühren für das Grunddesign der populären Beats-Kopfhörer begleichen. Wie mehrere US-Fachmedien übereinstimmend berichteten, sprach eine Jury in Los Angeles dem Kläger Lamar die Zahlung zu. Man sei zufrieden mit dem Urteil, da es Lamars zentrale Rolle bei der Entstehung der weltweit bekanntesten Kopfhörerbaureihe anerkenne, erklärte sein Anwalt Brian D. Melton.

Die Anwälte von Lamar hatten den Angaben zufolge in der Klage, die bereits aus dem Jahr 2014 stammt, ursprünglich 100 Millionen Dollar wegen Vertragsbruchs gefordert. Die beiden Musikproduzenten Dre, der eigentlich Andre Romelle Young heißt, und Iovine hatten Lamar demnach nur Lizenzgebühren für das Design des ersten Modells der Kopfhörer zugestanden. Die Jury entschied, dass ihm die Zahlungen auch für mindestens drei spätere Modelle zustünden.

Dr. Dre und Iovine sind die Gründer des Kopfhörer-Herstellers, der auch heute noch von zahlreichen Prominenten beworben wird. Im Jahr 2014 hatten sie das Unternehmen für drei Milliarden US-Dollar an Apple verkauft – die bislang größte Übernahme des iPhone-Konzerns. Geld für die Zahlung der genau 25.247.350 Dollar ist dementsprechend genug da. Von den Lizenzzahlungen abgegolten sind neben dem ersten Beats-Kopfhörer auch der Studio 2 Remastered, der Studio 2 Wireless und der Studio 3. Weitere Klagen um Beats waren anhängig, so wollte der ehemalige Beats-Partner Monster Geld aus der Übernahme durch Apple sehen. (mit Material von dpa) / (bsc)